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Ösis triumphieren bei den Globes

Zwei tolle Erfolge für Österreich (und Deutschland) bei der Verleihung der Golden Globe Awards in Los Angeles. Der Österreicher Christoph Waltz bekam den Preis als bester Nebendarsteller für seine geniale Darstellung des SS-Offiziers Hans Landa in "Inglourious Basterds". Als bester ausländischer Film wurde die deutsch-österreichische Produktion "Das weiße Band" ausgezeichnet. James Camerons 3D-Blockbuster "Avatar" wurde "bester Film". Die charmanteste Dankesrede hielt Sandra Bullock.

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Die sympathische Sandra Bullock erhielt den Globe für ihre Hauptrolle in dem Sportler-Drama "The Blind Side". In dem Film, der auf einer wahren Geschichte beruht, spielt Bullock eine US-Mittelständlerin, die einen schwarzen Problemjugendlichen aufnimmt und dessen Sport-Talent entdeckt und fördert. Der junge Mann schafft es schließlich an die Spitze des us-amerikanischen Profi-Footballs. In ihrer Dankesrede erwähnte Bullock ihre deutsche Familie und schickte sie auf deutsch zum schlafen: "Ihr könnt jetzt ins Bett, aber Zähne putzen." Sie ist die Tochter eines US-Soldaten und einer Nürnberger Opernsängerin und lebte in ihren ersten zwölf Jahren in Nürnberg.

Christoph Waltz freute sich ebenso sichtlich über die verdiente Ehrung. Seine genial-charismatische Darstellung des sadistischen SS-Offiziers Landa in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" gilt außerdem als oscarreif. Dass er nun den Golden Globe erhält ist ein gutes Zeichen. Der Preis, der von der Auslandspresse in Hollywood verliehen wird, gilt als recht zuverlässiger Oscar-Indikator.

Das könnte auch für den größten Gewinner des Abends gelten: Mega-Filmer James Cameron und sein 3D-Blockbuster "Avatar" wurden als bester Film und bester Regisseur gewürdigt. Damit honorierten die Kritiker sicher auch Camerons nicht zu unterschätzenden Beitrag zur technischen Weiterentwicklung des Kinos, den er mit dem optisch überwältigenden "Avatar" geleistet hat.

Neben dem großen Krachbumm-Kino kam mit "Das weiße Band" auch ein sehr leiser Film zu Ehren. Der Schwarz-Weiß Film des Österreichers Michael Haneke ist so etwas wie die filmische Antithese zum lauten und technischen "Avatar". Er dreht sich um drakonische Erziehungsmethoden in der deutschen Provinz kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. In Cannes hat der Film bereits die Goldene Palme gewonnen. Der Film wurde von Deutschland auch als Oscar-Kaniddat ins Rennen geschickt. Ob er nominiert wird, ist noch unklar. Der Globe dürfte die Chancen aber steigen lassen. Verliehen werden die Oscars in diesem Jahr übrigens am 7. März.

Hier nun alle weiteren Golden Globe Gewinner im Überblick, darunter jeweils die Nominierten:

Bester Film – Drama
Sieger: Avatar
Nominiert waren außerdem: The Hurt Locker, Inglourious Basterds, Precious: Based On The Novel Push By Sapphire, Up In The Air

Beste Schauspielerin – Drama
Siegerin: Sandra Bullock (The Blind Side)
Nominiert waren außerdem: Emily Blunt (The Young Victoria), Helen Mirren (The Last Station), Carey Mulligan (An Education), Gabourey Sidibe (Precious: Based On The Novel Push By Sapphire)

Bester Schauspieler – Drama
Sieger: Jeff Bridges (Crazy Heart)
Nominiert waren außerdem: George Clooney (Up In The Air), Colin Firth (A Single Man), Morgan Freeman (Invictus), Tobey Maguire (Brothers)

Bester Film – Komödie oder Musical
Sieger: The Hangover
Nominiert waren außerdem: (500) Days Of Summer, It’s Complicated, Julie & Julia (Nine)

Beste Schauspielerin – Komödie oder Musical
Siegerin: Meryl Streep (Julie & Julia)
Nominiert waren außerdem: Sandra Bullock (The Proposal), Marion Cotillard (Nine), Julia Roberts (Duplicity), Meryl Streep (It’s Complicated)

Bester Schauspieler – Komödie oder Musical
Sieger: Robert Downey Jr. (Sherlock Holmes)
Nominiert waren außerdem: Matt Damon (The Informant!), Daniel Day-Lewis (Nine), Joseph Gordon-Levitt ((500) Days Of Summer), Michael Stuhlbarg (A Serious Man)

Bester animierter Film
Sieger: Up
Nominiert waren außerdem: Cloudy With A Chance Of Meatballs, Coraline, Fantastic Mr. Fox, The Princess And The Frog

Beste Nebendarstellerin
Siegerin: Mo’nique (Precious: Based On The Novel Push By Sapphire)
Nominiert waren außerdem: Penelope Cruz (Nine), Vera Farmiga (Up In The Air), Anna Kendrick (Up In The Air), Julianne Moore (A Single Man)

Bester Nebendarsteller
Sieger: Christoph Waltz (Inglourious Basterds)
Nominiert waren außerdem: Matt Damon (Invictus), Woody Harrelson (The Messenger), Christopher Plummer (The Last Station), Stanley Tucci (The Lovely Bones)

Bester Regisseur
Sieger: James Cameron (Avatar)
Nominiert waren außerdem: Kathryn Bigelow (The Hurt Locker), Clint Eastwood (Invictus), Jason Reitman (Up In The Air), Quentin Tarantino (Inglourious Basterds)

Beste TV-Serie – Drama
Sieger: Mad Men
Nominiert waren außerdem: Big Love, Dexter, House, True Blood

Beste Seriendarstellerin – Drama
Siegerin: Julianna Margulies (The Good Wife)
Nominiert waren außerdem: Glenn Close (Damages), January Jones (Mad Men), Anna Paquin (True Blood), Kyra Sedgwick (The Closer)

Bester Seriendarsteller – Drama
Sieger: Michael C. Hall (Dexter)
Nominiert waren außerdem: Simon Baker (The Mentalist), Jon Hamm (Mad Men), Hugh Laurie (House), Bill Paxton (Big Love)

Beste TV-Serie – Komödie oder Musical
Sieger: Glee
Nominiert waren außerdem: 30 Rock, Entourage, Modern Family, The Office

Beste Darstellerin in einer TV-Serie – Komödie oder Musical
Siegerin: Toni Collette (United States Of Tara)
Nominiert waren außerdem: Courteney Cox (Cougar Town), Edie Falco (Nurse Jackie), Tina Fey (30 Rock), Lea Michele (Glee)

Bester Darsteller in einer TV-Serie – Komödie oder Musical
Sieger: Alec Baldwin (30 Rock)
Nominiert waren außerdem: Steve Carell (The Office), David Duchovny (Californication), Thomas Jane (Hung), Matthew Morrison (Glee)

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