Geschäftsführer Reimers verlässt FR

Überraschung in Frankfurt: Sönke Reimers, Geschäftsführer der Frankfurter Rundschau, gibt auf eigenen Wunsch seinen Posten auf. "Meine Aufgabe ist erledigt", begründet der Manager seinen Abgang. Der zweite Geschäftsführer, Karlheinz Kroke, führt künftig alleine das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main. Die Umstellung der Traditionszeitung vom nordischen Format auf das kompakte Tabloid-Format im Mai 2007 hatte Reimers maßgeblich verantwortet.

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"Sönke Reimers verlässt die Frankfurter Rundschau nach fünf Jahren harter Sanierungsarbeit. Er hat erstklassige Arbeit geleistet und es geschafft, die notwendigen Veränderungsprozesse mit Umsicht und viel Fingerspitzengefühl zu steuern", sagt Eberhard Klein, Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg. Der Kölner Medienkonzern hält die Mehrheit an dem Frankfurter Verlag.

Reimers wurde vor rund fünf Jahren als knallharter Sanierer verpflichtet. Zuvor arbeitet er Unternehmensberater und Spezialist für Verlagssanierungen. Erste Medienerfahrung sammelte der Manager ab 1992 bei Axel Springer. 1997 stieg er zum Verlagsleiter der Bild-Gruppe auf.

Im dritten Quartal verzeichnet die Frankfurter Rundschau einen Gesamtverkauf von 146.317 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von einem Prozent. Innerhalb der vergangen fünf Jahre, also während des gesamten Wirkungszeitraums von Reimers, verlor die Qualitätszeitung zwölf Prozent.

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