US-Quartalssaison: Angst und Hoffnung

Schon heute Abend ist es wieder so weit: Das Börsenjahr 2010 nimmt mit dem Beginn der turnusmäßigen Quartalssaison so richtig Fahrt auf. Nach einem Auf und Ab in den ersten beiden Wochen des Jahres erwarten Anleger von dem Zahlreigen der kommenden Tage richtungsweisende Impulse von Corporate America. Doch nach dem vorangegangenen Rekordquartal liegt die Latte hoch. Den Anfang macht heute Intel – IBM, eBay und Google folgen nächste Woche.

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Schon heute Abend ist es wieder so weit: Das Börsenjahr 2010 nimmt mit dem Beginn der turnusmäßigen Quartalssaison so richtig Fahrt auf.  Nach einem Auf und Ab in den ersten beiden Wochen des Jahres erwarten  Anleger von dem Zahlreigen der kommenden Tage richtungsweisende Impulse von Corporate America. Doch nach dem vorangegangenen Rekordquartal liegt die Latte hoch. Den Anfang macht heute Intel – IBM, eBay und Google folgen nächste Woche.

Noch ist nichts passiert. Bei 5957 Zählern verabschiedete sich der deutsche Leitindex Dax 2009 aus dem Handel, bei 5963 notierte er gestern – fast unverändert. Doch der Eindruck täuscht: Während es in der ersten Börsenwoche des neuen Jahres zügig nach oben ging, drückten in den letzten Handelstagen erste stärkere Verkaufswellen die Indizes unter Wasser. Auslöser dafür waren etwa vorgestern die leicht schwächer als erwartet ausgefallenen Unternehmensdaten von Alcoa.

Der erste Dow Jones-Konzern hat damit den Ton gesetzt und gleichzeitig Bedenken geschürt, dass auf Anleger mehr Enttäuschungen als positive Überraschungen warten könnten – was nicht zuletzt daran liegt, dass die vergangenen Quartalssaison mit Ergebnisübertreffungen von mehr als 75 Prozent als bester Dreimonatszeitraum in das abgelaufene Jahrzehnt einging.

Vor allem dem zuletzt so starken gelaufenen Technologie-Sektor dürfte die Aufmerksamkeit gelten: "Die Erwartungen an den Sektor sind hoch, jede Enttäuschung könnte dem Markt empfindlichen Schaden zufügen", warnt dann auch der Vermögensverwalter Brian Gilmartin.  
 
Analysten warnen: "Erwarten Sie kein Ausbruch nach oben"

Entsprechend sind heute alle Augen gespannt auf Intel gerichtet, das nach Handelsschluss an der Wall Street als erster großer Technologie-Konzern seine Quartalszahlen vorlegt.

Analysten rechnen mit einem deutlich besseren Ergebnis als im Vorjahreszeitraum: Die Konsensschätzungen liegen bei Umsätzen von 10,16 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie in Höhe von 30 Cents. "Erwarten Sie kein Ausbruch nach oben", warnte auch etwa der Technologie-Analyst Bob Faulkner.

Richtig ernst wird es dann in der kommenden Woche, wenn die großen Internet-Unternehmen Rechenschaft vor ihren Aktionären ablegen müssen. eBay berichtet am Mittwoch, Google folgt am Donnerstag. Der Durchschnitt der Wall Street-Analysten rechnet mit einem Anstieg des Google-Gewinns um 15 Prozent auf 5,10 Dollar je Anteilsschein.   

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