DLD-Preview: die Highlights 2010

Vom 24. bis 26. Januar wird München wieder richtig hip, wenn Hubert Burda Media zum DLD-Kongress lädt. DLD steht für Digital Life und Design, und die Liste der Redner und Diskussionsteilnehmer ist wieder hochkarätig. Bekannte Namen wie Wikipedia-Gründer Jimmy Wales sind darunter, aber auch überraschende wie wie Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus und Martti Ahtissari. MEEDIA verrät einige Highlights des diesjährigen DLD-Programms unter dem Motto "Map your Future".

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Wer sonntags anreist, kann den Kongress nach dem obligatorischen Händeschütteln und gegenseitigen iPhone-App-Vergleich mit der Veranstaltung "Disruptive" von 14.30 Uhr bis 15.15 Uhr beginnen. Skype- und Joost-Gründer Niklas Zennström ist mit dabei ebenso wie Wikipedia-Gründer Jimmy Wales. Moderiert wird das Panel von DLD-Co-Chairman Joseph "Yossi" Vardi.

Gleich danach geht’s zum "Audience Sourcing" von 15.15 Uhr bis 15.35 Uhr mit Tim Kring, dem Macher der (zumindest für die erste Staffel) viel gelobten TV-Serie "Heroes" und Peter Hirshberg, dem Gründer der Conversation Group. Das ist eine Beratungs-Agentur, die sich auf vernetzte Publikums- und Konsumentenströme spezialisiert hat. Danach hat man sich eine Pause zum entspannten Netzwerken und Kaffeetrinken verdient. Wer noch Wissensdurst verspürt ist, kann die Zeit bis zur Verleihung des Aenne Burda Prize um 18.40 Uhr natürlich weiter mit interessanten Veranstaltungen überbrücken. An wen der Preis in diesem Jahr geht? Noch geheim!

Ab Montag, 25. Januar, wird es ein bisschen hektisch auf dem DLD, denn ab dem zweiten Tag laufen immer zwei Veranstaltungen parallel. Morgens von 9 Uhr bis 9.30 Uhr lohnt gewiss das China-Panel mit dem Futuristenpaar John und Doris Naisbitt sowie Joe Schoendorf von Accel. John Naisbitt ist Autor des bekannten Buches "Megatrends", und die Naisbitts betreiben seit 2007 das Naisbitt China Institute an der Tianjin Universität. Man kennt sich also aus. Außerdem sind Futurologen immer gut, um den eigenen Horizont zu erweitern.

Wer lieber ins informationstechnische Schwarzbrot beißt, kann die Parallel-Veranstaltung "Data" besuchen, die von 9 Uhr bis 10.15 Uhr läuft. Auch die ist hochkarätig besetzt mit Todd Levy vom Link-Verkürzer Bit.Ly, Dave Morgan von Simulmedia, Magid Abraham von Comscore, Mike Schroepfer von Facebook und Philipp Pieper von Proximic. Moderator ist "Fortune"-Mann David Kirkpatrick, der das Buch "The Facebook Effect" geschrieben hat.

Für hiesige Medienjunkies Pflichttermin ist anschließend die Veranstaltung mit dem schönen Namen "Informavore". Gemeint ist wohl sowas wie ein Organismus, der Informationen konsumiert, vulgo: wir alle. Genaueres erfährt man erst beim DLD. Geladen sind FAZ-Ober-Feuilletonist und "Payback"-Autor Frank Schirrmacher, Andrian Kreye von der "Süddeutschen Zeitung" und David Gelernter von der Yale Universität. Die Informationen werden verfüttert von 10.15 Uhr bis 11 Uhr.

Nachmittags fällt die Entscheidung von 12 Uhr bis 12.45 Uhr schwer zwischen dem immer aktuellen Thema "Search" und dem Trendthema "Real Time", also Echtzeit-Internet. Auf dem "Search"-Panel nehmen Platz Ben Gomes von Google, Blaise Aguera y Arcas von Bing, Conrad Wolfram von Wolfram Alpha und Ilya Segalovich von Yandex. Parallel, sozusagen in Echtzeit, läuft "Real Time" u.a. mit dem DLD-Veteranen Loic Le Meur von Seesmic, Baratunde Thursten von der Satire-Site The Onion und Raj Narayan von Tinker. Am besten bei beiden Panels mal reinschauen und prüfen, was einen mehr interessiert.
Von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr bittet DLD-Co-Gastgeber Marcel Reichart als Moderator zum Marketing-Panel mit David Kenny von Vivaki, Anders Sundt Jensen von Mercedes Benz, Andrew Robertson von BBDO, Trevor Edwards von Nike, Samir Arora vom Frauen-Netzwerk Glam und, bitte luftholen, Nizan Mansur de Carvalho Guanaes Gomes von der ABC Group. 

Pflichttermin für den Medienschaffenden ist dann der Auftritt vom frisch ernannten Burda CEO Paul Bernhard Kallen bei "Strategy" von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Mit dabei sind Tom Glocer von Reuters, David Drummond von Google und David Kirkpatrick von "Fortune". Drummond ist der Google-Rechts-Vorstand, der jüngst auch das viel beachtete Posting zum möglichen Rückzug Googles aus China verfasst hat. Bleibt man die ganze Zeit dabei, verpasst man allerdings den Auftritt von "Schwarm"-Autor Frank Schätzing, der seine "Future Visions" aus seiner aktuellen Schwarte "Limit" mit Anousheh Ansari von der Ahoora Foundation von 17 Uhr bis 17.30 Uhr teilt. Die wird dem Schätzing was erzählen können, immerhin war Frau Ansari als erste Weltraum-Touristin schon auf der Internationalen Raumstation.

Der allgegenwärtige Web-Guru Jeff Jarvis ist auch wieder mit von der Partie, und zwar beim Killer-Thema "Content" von 17.30 Uhr bis 18.15 Uhr. Neben ihm auf dem Podium sitzen Shawn Colo von Demand Media und Peter Berger von Suite101. Der Montag klingt aus mit der Party auf der DLD Starnight im Münchner Haus der Kunst inklusive einem Auftritt der britischen Sängerin Cheryl Cole ("Heartbraker", "I fight for this love"). Am Dienstag geht es spielerisch in die letzte Runde mit "Play" von 9 Uhr bis 9.30 Uhr. Dabei sind Shervin Pishevar von SGN, Kristian Sergerstrale von Playfish, Nils Holger Henning von Bigpoint und Chris Rosso von Fantasy Sports Ventures. Vor allem Erkenntnisse über den Trend Social Gaming dürften interessant sein. Danach von 10 bis 10.30 Uhr lohnt gewiss "Location" mit Dennis Crowley von Foursquare, noch so ein Trend-Thema, und gleich danach sollte man hocken bleiben fürs Thema "Opera" mit Christoph Schlingensief. Um daran erinnert zu werden, dass es auch eine Welt jenseits von Bits und Bytes gibt. Von 11.30 Uhr bis 12 Uhr lohnt ein Blick zu Jason Kilar von der us-amerikanischen Video-Site Hulu. Kurz vor Schluss von 13.30 Uhr bis 14 Uhr empfehlen wir Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, vorgestellt von der Begum Inaara Aga Khan mit dem prophetischen Thema "2015".
Alle Termine sind vorbehaltlich eventueller Änderungen, die bei so einer Veranstaltung immer auftreten können. Auch bei den Teilnehmern der Panels kann es kurzfristig hier und da noch zu einer Änderung kommen. Ab Montag früh gibt es das komplette Programm auch auf der DLD-Website.
PS: Wer den DLD auf Twitter verfolgen möchte – der offizielle Hashtag lautet #DLD10

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