AppMakr: iPhone-Apps für Jedermann

Die deutschen Verlage sehen ihre Chance in iPhone-Apps: Bild, Süddeutsche, Focus oder stern setzen auf eigene, teilweise kostenpflichtige Angebote. Weitere Print-Titel werden folgen. Doch bislang ist der Start einer eigenen Applikation vor allem größeren Medienhäusern vorbehalten. Die Entwicklung einer App ist nicht billig, dazu benötigte man Programmierkenntnisse und ein Entwicklerkonto bei Apple. Das ist jetzt anders, denn mit AppMakr wird die App zum Allgemeingut.

Anzeige

Die deutschen Verlage sehen ihre Chance in iPhone-Apps: Bild, Süddeutsche, Focus oder stern setzen auf eigene, teilweise kostenpflichtige Angebote. Weitere Print-Titel werden folgen. Doch bislang ist der Start einer eigenen Applikation vor allem größeren Medienhäusern vorbehalten. Die Entwicklung einer App ist nicht billig, dazu benötigte man Programmierkenntnisse und ein Entwicklerkonto bei Apple. Das ist jetzt anders, denn mit AppMakr wird die App zum Allgemeingut.

Möglich macht es der Washingtoner Anbieter PointAbout mit seiner webbasiereten Lösung AppMakr. Die einfachste Version gibt es bereits ab 199 Dollar und sie ist in wenigen Minuten erstellt. Auf die Freischaltzeit bei Apple hat der Anbieter allerdings keinen Einfluss – das kann Tage oder Wochen dauern.
Die Gestaltungsmöglichkeiten bei AppMakr sind auf ein selbst gestaltetes Icon, ein Startbildschirm und eine Dachzeile begrenzt. Einige Farben und Menü-Icons lassen sich noch anpassen, aber weitere Funktionen sind in der App nicht vorgesehen. Bei den Inhalten lassen sich RSS-Feeds, Twitter-Tweets, iTunes Podcasts, Flickr-Bilder und YouTube-Videos einbinden. Für die Erstellung benötigt man keinerlei Programmierkenntnisse. Der Nutzer wird schrittweise durch den Ablauf geführt. Zu jeder Zeit kann man im Browser sehen, wie die App auf dem iPhone aussehen wird.
In der 199 Dollar-Variante übernimmt der Anbieter aus Washington die Übergabe an Apple. Damit steht er später auch als Verkäufer im AppStore. Die App darf nichts kosten und bietet auch keine In-App-Kaufmöglichkeit. Für 499 Dollar bekommt man die vollständige Kontrolle über seien App und steht als Verkäufer im AppStore.
Sollte die App fehlerhaft sein und von Apple zurückgewiesen werden, kann man nachbessern und die App erneut kostenlos einreichen. Updates oder Veränderungen an der App sind kostenpflichtig.
Ein derartiges Angebot dürfe eine Schwemme an Apps zur Folge haben. Der Überblick bei Informations-Apps geht vermutlich komplett verloren. Der aktuelle Zwang, unbedingt eine eigene App haben zu müssen, dürfte damit bald zu Ende gehen. Dann gewinnt eventuell die iPhone-optimierte Webseite wieder an Bedeutung für Publizisten. Die kann Apple nämlich nicht wegen Regelverfehlungen aus dem App-Store schmeißen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige