Agentur-Streit: ddp legt gegen dpa nach

Der Deutsche Depeschendienst (ddp) hat gegenüber der Süddeutschen seine Vorwürfe gegen die Deutsche Presse-Agentur (dpa) trotz einer Klagedrohung bekräftigt: "Wir denken nicht daran, klein beizugeben", sagte Mit-Inhaber Martin Vorderwülbecke der SZ. Es geht um den Vorwurf, die dpa nutze ihre Monopolstellung, um "sittenwidrige" Vertragslaufzeiten durchzusetzen.

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Die SZ zitiert aus einem Anwaltsschreiben, nach dem ddp bis zum 11. Januar Zeit hatte, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Die Vorwürfe hatte ddp-Miteigentümer Peter Löw am 9. Dezember, kurz nach seiner Übernahme des deutschen Dienstes von AP, erhoben.
Vorderwülbecke sagte der SZ weiter: "Die dpa beherrscht den Markt. Sie bestreitet das zwar immer, aber man muss schon sehr blind sein, um es nicht zu sehen." Es gebe Kunden, die aus ihren dpa-Verträgen aussteigen wollten, sich aber durch Fristen von bis zu fünf Jahren verpflichtet fühlten.

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