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Kleines Minus bei den Werbeumsätzen 2009

Nielsen Media Research meldet für das abgelaufene Jahr 2009 nur ein kleines Minus bei den Brutto-Werbeumsätzen. Den Zahlen zufolge verloren die traditionellen Medien nur 0,2% ihrer Umsätze des Jahres 2008. Diese Zahlen sind aber mit extremer Vorsicht zu genießen.

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Aufgrund der Nielsen-Methodik dürften sie nämlich deutlich von der tatsächlichen Situation abweichen. So werden Rabatte nicht mit in die Nielsen-Bruttozahlen einberechnet, ebenso werden Freispots, Gegengeschäfte oder Eigenwerbung als voll bezahlte Reklame gewertet. Insbesondere der TV-Markt dürfte daher deutlich schlechter abgeschnitten haben als die Nielsen-Zahlen aussagen. Dort hat das Fernsehen sogar 2,9% im Vergleich zum Jahr 2008 hinzugewonnen und setzte brutto fast 9,4 Mrd. Euro um – in der Realität dürfte die Branche aber deutlich verloren haben. Mit anderen Worten: Die Brutto-Netto-Schere weitet sich.

Etwas realistischer dürften die Zahlen der Publikumszeitschriftenbranche sein: Hier weist Nielsen ein Minus von 11,2% im Vergleich zu 2008 aus. Realistischer ist dieses Minus zwar, doch die Netto-Umsätze werden sich auch hier noch dramatischer entwickelt haben. Die Zeitungen blieben laut Nielsen auf ihrem Vorjahres-Bruttoumsatz-Niveau, die Fachzeitschriften verloren 7,0%, das Radio gewann 1,6%, Plakatwerbung legte 12,2% zu und die Kinoreklame verlor 1,3%.

Für das neue Jahr 2010 rechnet Nielsen Media Research wieder mit einem Wachstum im Werbemarkt. Ludgar Wibbelt, Geschäftsführer Nielsen Media Research, teilt mit: "Eine seriöse Prognose für das Jahr 2010 zu treffen, ist nicht ganz so einfach. Basierend auf vernetzten Werbekonzepten, neuen Produktinnovationen und Formaten sowie der Aussicht auf ein weiteres werbeaktives Sportjahr und zunehmend positiven Signalen aus der Werbewirtschaft sind wir relativ optimistisch und gehen insgesamt wieder von einem leichten Wachstum des Werbedrucks für 2010 aus."

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