Molzer wegen fiktivem Tagebuch vor dem Kadi

Der ehemalige "Penthouse"-Chefredakteur Kurt Molzer wurde von einem Münchener Gericht wegen seines fiktiven Berichts "Tagebuch des Bullen Kurt M." zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt. Ein Polizist hatte wegen beleidigender Passagen Strafanzeige gestellt.

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Der ehemalige Journalist, der mit Vorliebe in andere Rollen schlüpft, erklärte zwar, dass das Buch rein fiktiv ist. Dennoch wurde Molzer wegen Formulierungen wie "Ich finde die Bullen zum Kotzen", und: "Ich will mal einer von denen sein, ein Zivilbulle auf Streife, ein Exemplar von einem richtigen Kotzbrocken, ein Sackgesicht, das anderen Menschen mit dämlichen Fragen die Zeit stiehlt", zunächst ein Strafbefehl über 60 Tagessätze à 100 Euro zugestellt.

Dem inzwischen in Wien lebenden Ex-Chefredakteur war das zu viel. Gegenüber der Richterin argumentierte Molzer, dass er seinen Posten als Chefredakteur aufgegeben habe und derzeit als Küchenhilfe in Wien gerade einmal 300 Euro verdiene. Die Richterin reduzierte die Strafe daraufhin auf 40 Tagessätze à 20 Euro. So muss der Molzer statt der 6.000 Euro nur noch 800 Euro zahlen. einer wurden damit gerichtsmäßig.

Das Dreiste: Nach seinem Abgang bei "Penthouse" sagte der Journalist gegenüber dem Branchenmagazin "Clap", dass seine neue Lebensgefährtin "Geld wie Heu" habe. An seinem letzten Arbeitstag habe ihn seine Frau abgeholt und ihn zu Champagner eingeladen. Und: "Zur Feier des Tages kaufte mir meine reiche Frau ein dunklesblaues Sakko von Gucci."

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