Strunz: „Abendblatt“-Relaunch im Frühjahr

Nach einem Jahr Gala-Abstinenz fand am Freitag Vormittag in Hamburg der erste traditionelle Springer-Event des Jahres statt. Chefredakteur Claus Strunz hatte zum Neujahrsempfang des "Hamburger Abendblatts" geladen. Symbolträchtiger Ort des Get-Togethers: die noch im Bau befindliche Elbphilharmonie am Hafen. In Anwesenheit von CEO Mathias Döpfner kündigte Strunz weitere Neuerungen seines Blattes auf dem Weg zur "Bürgerzeitung 2020" an, u. a. einen kompletten Relaunch im Frühjahr.

Anzeige

Der Chefredakteur wörtlich: "Wir sagen regelmäßig etwas – laut und deutlich -, worüber anschließend das ganze Land spricht." So kennt man Claus Strunz, der zuletzt mit seiner multimedialen Strategie für das "Abendblatt 3.0" für kontroversen gesorgt hatte. Strunz versprach, diesen Kurs fortzusetzen "qualitätsvoller, weltstädtischer und hamburgischer" zu werden und stellte dabei gar eine "Agenda 2020" für Hamburg in den Raum. 
Es war seine erste Neujahrsansprache als Chefredakteur, bei der Strunz den Auftrag der Zeitung mit der Einstellung der "Bürger" zusammenführte. Strunz forderte mehr Einsatz für andere und kritisierte Banker, die Boni einstreichen wenn es ihrem Unternehmen schlecht geht, "nur weil diese ihnen rechtlich zustehen". 
Zudem kündigte er an, die von Axel Springer einst gestartete Kampagne "Seid nett zueinander" neu zu beleben. Das alles war recht bezugslos zu den gravierenden Problemen der Medienbranche. Aber das Publikum aus Hamburger Politik, Wirtschaft und Kultur applaudierte dankbar. Ohnehin hatten die Meisten mehr Augen für den spektakulären Neubau des künftigen Hamburger Wahrzeichens. Im dritten Deck der Hochgarage fand die Ansprache statt, anschließend eilten die Promis zur Besichtigungstour in den bereits fertig gestellten zwölften Rohbaustock.

Auf der Gästeliste standen unter anderem: Friede Springer, Ole von Beust, Klaus von Dohnanyi, Christian Wulff, Sigmar Gabriel, die Airline-Chefs Wolfgang Mayrhuber und Joachim Hunold, Johannes B. Kerner, Hark Bohm, die HSV-Meistermannschaft von 1960, Ulrich Wickert, Regisseur Dieter Wedel und Ulrich Tukur.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige