Microsoft präsentiert glanzlosen Tablet-PC

Steve Ballmer hat es tatsächlich getan: Wie erwartet präsentierte der Microsoft-Vorstandschef in seiner Keynote auf der Computermesse CES einen Windows-fähigen Tablet-PC, der von Hewlett-Packard produziert wird. Weitere Modelle von Pegatron von Archos sollen folgen. Wie sehr der weltgrößte Softwarekonzern sich mit seiner Breitseite gegen Apple versuchte, wurde auch bei der Namensgebung der Tablet-Reihe deutlich, die Ballmer passenderweise "Slate-PCs" nannte. Die Fachpresse reagierte jedoch alles anderes als begeistert.

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Steve Ballmer hat es tatsächlich getan: Wie erwartet präsentierte der Microsoft-Vorstandschef in seiner Keynote auf der Computermesse CES einen Windows-fähigen Tablet-PC, der von Hewlett-Packard produziert wird. Weitere Modelle von Pegatron von Archos sollen folgen. Wie sehr der weltgrößte Softwarekonzern sich mit seiner Breitseite gegen Apple versuchte, wurde auch bei der Namensgebung der Tablet-Reihe deutlich, die Ballmer passenderweise "Slate-PCs" nannte. Die Fachpresse reagierte jedoch alles anderes als begeistert.

Diese Steilvorlage wollte sich Steve Ballmer nicht entgehen lassen: In exakt drei Wochen wird der immer näher rückende Rivale Apple die Technologiewelt rund um den Erdball wieder voller Spannung nach Cupertino blicken lassen und das tun, was der visionäre Konzernchef Steve Jobs am besten kann – das "one more thing“ verkünden, nach dem die Branche seit Jahren verlangt: den längst mythisch verklärten TabletMac.

Warum also nicht Apple zuvorkommen und zeigen, dass das bei weitem verbreiteteste Betriebssystem der Softwarewelt für den Schwenk zum nächsten Must-Have-Gadget zwischen Smartphone und Laptop gerüstet ist? Ja, Microsoft will das aufziehende Boom-Segment der TabletPCs Apple nicht kampflos überlassen – erst recht nicht als notorisch verspäteter Verfolger wie beim iPod und iPhone.

HP bringt Windows Tablet, Kindle Software wird unterstützt

Also präsentierte Microsoft-Boss Steve Ballmer drei Wochen vor Apple die PC-Version des auf Windows basierten Tablets, das dann auch vom US-Traditionscomputerbauer Hewlett Packard produziert wird.  Das HP-Tablet, das Ballmer – als bewussten Seitenhieb auf das Apple-Tablet, das vermeintlich "iSlate" heißen soll – "Slate PC" nannte, basiert auf Windows 7 und kommt mit Tochscreen daher.  Allerdings hat es nichts mit dem ultradünnen Modell "Courier" gemein, das im vergangenen Herbst für die Tech-Blogs geisterte.

Viel Zeit, tolle Anwendungen und bahnbrechende Features auf dem HP-Tablet zu demonstrieren, nahm sich Ballmer dann auch nicht. Wann es tatsächlich den Markt erblickt und zu welchem Preis es erhältlich sein wird, nannte der Microsoft-Vorstand nicht. Wohl aber, dass das  HP-Tablet etwa Amazons Kindle-Software unterstützen soll. Weitere Modelle von Pegatron von Archos sollen folgen.

Freie Bahn für Apple: Microsoft Tablet "das erwartete Nickerchen"

So weit, so unspektakulär, befand die kritische US-Presse in einer ersten Einschätzung. "Don’t get too excited", watschte das "WSJ" das Microsoft-Tablet ab. Der "Alley Insider" ging weiter: "Es war das erwartete Nickerchen", holte Henry Blodgets Technologieportal aus.  

Und weiter: Die Ballmer Tablet-Präsentation wäre "peinlich und voller Pannen" gewesen, schreibt Technologie-Reporter Dan Frommer.  Das Apple Tablet habe daher nun "freie Bahn zum Abheben." Drei Wochen sind es noch – drei Wochen, in denen die Spekulationen überborden werden.

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