Audi und der rätselhafte Selbstmord-Clip

Fälschung oder Echt? Im Web kursiert ein umstrittener Viral-Werbespot für Audis Clean Diesel-Technologie, der auf dem besten Weg ist, zum ersten Aufreger-Video des Jahres zu werden. In dem Clip versucht sich ein Mann das Leben zu nehmen, indem er sich mit den Abgasen eines Audi A5 vergiftet. Der Selbstmordversuch scheitert jedoch an den sauberen Auspufffiltern. Der Spot ist professionell gemacht und er wirkt, denn alle reden über ihn. Einzig: Audi dementiert den Clip beauftragt zu haben.

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Gegenüber "Bild" sagte ein Sprecher des Autobauers, dass es sich nicht um einen offiziellen Werbespot handele, "zumal der gezeigte A5 gar nicht als Clean Diesel auf den Markt ist". Dieses Argument sticht. Die professionelle Machart des Clips spricht allerdings wiederum dafür, dass tatsächlich die Volkswagen-Tochter hinter dem Werk steckt. Denn solch eine Werbung muss von ein ganzem Team von Spezialisten produziert werden und die kosten noch immer viel Geld.


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Sollte es sich bei den Machern des Clips doch um Idealisten, Studenten oder Hobby-Filmer handeln, werden sie sich sicherlich bald zu erkennen geben. Es macht keinen Sinn solch einen perfekten Film zu drehen, der beste Werbung für die eigenen Fähigkeiten ist und sich dann nicht zu outen. Heißt: Meldet sich nicht bald ein Urheber, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass doch Audi hinter den Spot steckt.

Der Audi-Clip erinnert an eine echte Viral-Legende: An den VW Polo-Spot "Small but tough". Der Clip zeigte vor fast genau fünf Jahren einen Selbstmord-Attentäter, der mit seinem Polo vor einem belebten Cafè parkte und einen “Knopf” drückte, um einen Sprengsatz zu zünden. Die Bombe explodierte, doch dank der perfekten Polo-Karosserie drang nichts nach außen. Auch damals dementierte VW umgehend die Urheberschaft des Werbefilms.


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