Pay-TV-Sender e.clips meldet Insolvenz an

Dem Spartenkanal e.clips, der sogenannte Entertainment-Kanal, droht das Aus. Laut einem Bericht des Magazins "Infosat" hat der Sender im Dezember Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Michael Jaffé bestellt, bekannt u.a. aus der Kirch-Insolvenz. Verbreitet wird der Sender, der u.a. Kino-, Musik- und Games-Magazine sendet, über Sky und verschiedene Kabelnetzbetreiber. Sky hat bereits reagiert und wird den Sender ab Donnerstag nicht mehr ausstrahlen.

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Auf der Unternehmens-Website teilt Sky mit: "Der Sender e.clips musste Insolvenz anmelden. Deshalb können wir Ihnen diesen Sender ab sofort leider nicht mehr zur Verfügung stellen." Wie es mit e.clips nun weitergeht, ist zur Stunde noch völlig fraglich. Gesendet wird zumindest noch – u.a. beim Kabelnetzbetreiber Unitymedia.

e.clips war im Oktober 2007 an den Start gegangen, zunächst exklusiv bei Premiere Star. Nach und nach baute man danach aber seine Verbreitungswege mit weiteren Anbietern aus. Der Sender gehört vornehmlich österreichischen Unternehmen. So hält die Media-Süd-Ost Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft aus Graz 34,8% der Anteile, die Dor Film-Produktionsgesellschaft aus Wien 24,6% und die Kerbler Holding aus Wien ebenfalls 24,6%. Die restlichen 16,0% gehören dem Geschäftsführer Philipp Riccabona.

Das Programm von e.clips besteht aus Formaten zu den Themen Boulevard, Kino, DVD, Musik und Games. So gibt es verschiedene Kino-Magazine mit den aktuellen Charts, Filmstarts und Making Ofs, Musik-Formate mit Videoclips und tägliche Boulevard-News. Auch das aus dem Internet bekannte Format "Ehrensenf" wird bei e.clips ausgestrahlt.

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