Zehn Gebote für den Journalismus 2010

Noch mehr als in den vergangenen zwölf Monaten wird 2010 das Jahr des Online-Journalismus. Unabhängig von der Qualitätsdebatte wandern immer mehr Inhalte und Journalisten ins Web. John Thompson, Kopf des UK-Medienportals Journalism.co.uk, nennt "zehn Dinge, die Journalisten 2010 wissen müssen". Die Gebote reichen von der Notwendigkeit, Twitter & Co. zu überwachen bis zu der Aufforderung, dass jeder Medienprofi im Web zur Marke werden muss. MEEDIA hat die Punkte zusammengefasst.

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1. Jeder Journalist muss lernen, wie man Twitter und andere Social Networks für Breaking News und allgemeine Konversationen überwacht.

2. Behalte die Kontrolle. Werde kein Sklave der Technologie. Versklave sie stattdessen. Du musst Strategien entwickeln, um mit dem Informations-Overload fertig zu werden: filter, filter, filter!

3. Du bist ein Verwalter. Ob es Dir gefällt oder nicht, schlussendlich gehört auch das Aggregieren von Inhalten (jedoch nicht willkürlich) zu Deiner Aufgabe.

4. Dein Takt schlägt online, und Du wirst zum "Community Builder". Eine Community aufzubauen und ihre Aufmerksamkeit zu behalten, wird zunehmend zum verzweifelten Bestreben der meisten unabhängigen Journalisten.

5. Die journalistischen Kernkompetenzen sind noch immer entscheidend. Wer nicht in der Lage ist, eine Geschichte präzise und fesselnd wiederzugeben, wird keine Leser finden.

6. Journalismus muss ein Businessmodell haben. Wenn Du dieses nicht verstehst, besonders das Deines Unternehmens, dann ist es jetzt höchste Zeit aufzuwachen.

7. Du bist Deine eigene Marke. Mach Dich selbst zu einem Online-Markenartikel.

8. Du musst kollaborieren. Das bedeutet nicht nur, mit anderen Usern zusammenzuarbeiten, sondern auch wieder mehr mit den Kollegen aus der eigenen Redaktion oder der eigenen News-Organisation.

9. Eine Geschichte ist nicht fertig, weil sie einmal online veröffentlicht wurde. Habe keine Angst sie zu ändern, aber mach es immer transparent ohne zu versuchen die Fehler zu verstecken.

10. Technologie ist unausweichlich. Aber es ist nichts, vor dem man Angst haben muss. Egal wie alt Du bist: Man kann immer die Basics erlernen und meistern.

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