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Meyer: Goldgräber werden Tellerwäscher

Der Sat.1-Journalist Ulrich Meyer hat ein dramatisches Bild für die Krise der Medien ersonnen: "Wir befinden uns schon seit Jahren in der Entwicklung von der Goldgräberbranche zur Tellerwäscherindustrie." Anlässlich von 15 Jahren "Akte" sagte Meyer dem Branchendienst DWDL, man müsse sich nicht mehr nur fragen, wie eine Geschichte gut zu erzählen sei, sondern "vor allem, wie sie sich möglichst günstig produzieren lässt."

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Meyer bezieht seine Befürchtungen ausdrücklich auf die journalistischen Formate aller privaten Anbieter: "Sender reagieren mit einer erhöhten Wiederholungsrate, Redaktionen mit immer länger werdenden Beiträgen. Und: Alle wählen funktionierende Sujets ohne Risiko – das greift immer weiter um sich."
Für die eigene Sendung sieht er im Interview mit DWDL dennoch Möglichkeiten: "Als immer noch bestausgestattetes Magazin in Sat.1 sind wir gefordert, die neuen Geschichten und Farben zu entwickeln, an die sich die anderen dranhängen können."

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