Google-Phone Nexus One: Daten & Infos

Heute Abend soll Googles "iPhone-Killer" Nexus One der Weltöffentlichkeit präsentiert werden. Dazu hat der Internetkonzern einige ausgewählte Journalisten in die Konzernzentrale nach Mountain View eingeladen. Seit Tagen spekulieren Nachrichtensites und Tech-Blogs überhitzt Funktionen, Preise und den mutmaßlichen Sex-Appeal des neuen Handys. Angeblich, heißt es, sei das Google-Phone sogar bereits gehackt worden. MEEDIA hat alles Wissenswerte über das Nexus One aus dem Internet zusammengetragen.

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Getrieben wurden die Spekulationen in den USA von den üblichen Verdächtigen: Techcrunch, Mashable, Engadget, aber auch die Tech-Ressorts der großen Tageszeitungen etwa des "Wall Street Journal" und "Business Week" rührten ordentlich in der Gerüchteküche mit. Bei Twitter schaffte es das Nexus One in Kürze unter die Top Ten der meist diskutierten Themen.

Bei dem ganzen Wahnsinn haben die Gizmodo-Blogger allen anderen etwas voraus: Sie durften das Nexus One bereits vor Weihnachten für wenige Minuten in Händen halten und etwas damit herumspielen. Google scheint es demnach zwar gelungen zu sein, ein sehr anmutiges Handy fertigen zu lassen, ein echter Konkurrent für das iPhone soll es allerdings nicht sein.

Diese Daten gelten als sicher: Gebaut wird das Nexus One von dem taiwanesischen Hersteller HTC, mit dem Google bereits seit längerem kooperiert. Das Betriebssystem ist das neue Android 2.1. Es verfügt über einen 1-Gigahertz-Prozessor und einen Arbeitsspeicher von 512 MB. Dennoch scheint das Nexus One in Sachen Arbeitsgeschwindigkeit kein Sprinter zu sein. Laut Engadget ist es zwar schneller als das von HTC gefertigte G1, aber nicht herausragend schnell.

Der Touchscreen ist mit einer Bildschirmdiagonale von 9,4 Zentimeter etwas größer als der des iPhone. Die Farbauflösung soll zwar beeindruckend sein, allerdings ist das Display bei sehr heller Umgebung, etwa bei direkter Sonneneinstrahlung, genauso schlecht zu entziffern wie bei der Konkurrenz. Klares Minus gegenüber Apples iPhone: Der Touchscreen verfügt offenbar nicht über eine Multitouch-Funktion.

Der Preis ohne Sim-Sperre beträgt 529,99 Dollar (etwa 370 Euro), in Verbindung mit einem Vertrag – den Zuschlag erhält dem Vernehmen nach T-Mobile – kostet das Nexus One immerhin noch 179,99 Dollar (etwa 125 Euro). Ob auch andere Anbieter Verträge für ein subventioniertes Nexus anbieten, ist noch unklar.

Für Häme sorgt unterdessen die Nachricht, dass das Google-Phone bereits geknackt worden sei. Wie das Online-Magazin Winfuture.de berichtet, sei ein kompletter Root-Zugriff auf das Gerät möglich. Um das Telefon mit dem Hack erfolgreich zu öffnen, ist demnach ein zusätzliches Boot-Image mit dem Namen "Superboot" erforderlich.

Das Timing der Präsentation ist riskant: Offenbar will Google es seinem Konkurrenten Apple gleichtun und der am 7. Januar beginnenden internationalen Technologie-Messe CES in Las Vegas die Show stehlen. Im Jahr 2007 hatte Steve Jobs ebenfalls kurz vor der CES das iPhone vorgestellt. Doch sollte das Nexus One nicht einschlagen, könnte der Launch angesichts der zahlreichen vorgestellten Innovationen untergehen, zumal Ende des Monats noch die Präsentation des hochgepriesenen Tablet-Mac von Apple erwartet wird.

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