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„Das schult meine intellektuelle Intelligenz“

"Konstantin Neven DuMont hat die Feiertage in diesem Blog verbracht", stellte Stefan Niggemeier am Sonntag fest und listete mehr als 30 Kommentare, die der Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg seit Heiligabend im Blog des Medienjournalisten hinterlassen hatte. Die "Werkschau" der Postings des 40-Jährigen hat schon mehr als 200 teils hämische Leserkommentare, und die Branche fragt sich: Warum tut DuMont das, warum tut er sich das an? Wir fragten Konstantin Neven DuMont. Hier seine Antworten.

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"Konstantin Neven DuMont hat die Feiertage in diesem Blog verbracht", stellte Stefan Niggemeier am Sonntag fest und listete mehr als 30 Kommentare, die der Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg seit Heiligabend im Blog des Medienjournalisten hinterlassen hatte. Die "Werkschau" der Postings des 40-Jährigen hat schon mehr als 200 teils hämische Leserkommentare, und die Branche fragt sich: Warum tut DuMont das, warum tut er sich das an? Wir fragten Konstantin Neven DuMont. Hier seine Antworten.

Sie sind der einzige Verleger, der sich offen und aktiv an Diskussionen in kritischen Blogs beteiligt. Warum tun Sie das?

Mich ärgert die Art und Weise, wie undifferenziert einige Blogger über uns ablästern. Da werden zum Teil auch Unwahrheiten in die Welt gesetzt. Außerdem lerne ich bei diesen Diskussionen viel, es schult quasi meine intellektuelle Intelligenz.

Fehlt es im deutschen Web an einer Plattform, auf der Medienmanager und -kritiker konstruktiv miteinander diskutieren können?

Eine neutrale Plattform wäre nur dann gut, wenn sich die Protagonisten auch daran beteiligen würden. Fragen Sie doch einmal die führenden Köpfe aus der Blogosphäre bzw. der Verlagswelt. Ich befürchte, dass die daran kein Interesse haben werden. Ich wäre mit Sicherheit dabei.

In vielen Kommentaren anderer Besucher des Blogs von Stefan Niggemeier wurden Sie hart angegangen. Wie gehen Sie damit um?

An polemische Pöbeleien gewöhnt man sich schnell. Mich kann ein wahrheitswidriger Vorwurf nicht verletzen.

Im Internet herrschen raue Sitten, viele kommentieren anonym: Wann ist Ihre Schmerzgrenze erreicht, wann klinken Sie sich aus?

Ich habe mir ein Tageslimit von 30 Minuten gesetzt.

In welchen Foren oder bei welchen Blogs beteiligen Sie sich sonst noch aktiv?

Ich beteilige mich seit über 15 Monaten im forum.ksta.de. Außerdem habe ich einen Facebook-Account. Einige Kommentare habe ich auch auf carta.info bzw. indiskretionehrensache.de geschrieben.
Was fasziniert Sie am Blog von Stefan Niggemeier?

Mich hat fasziniert, wie oberflächlich sich Stefan Niggemeier mit den Medien auseinandersetzt. Außerdem schien mir da für meinen Zweck am meisten los zu sein. Ein gewisses Grundrauschen sollte in einem Blog schon vorhanden sein.


Stefan Niggemeier hat Ihre Kommentare zu einem eigenen Blogartikel gemacht. Fühlen Sie sich darin fair behandelt?

Ich fühle mich von ihm sehr unfair behandelt. Niggemeier schreibt zum Beispiel, "…und als Sohn von Alfred Neven DuMont wird ihm eines Tages Köln gehören,” Auf den materiellen Reichtum der Stadt kann das nicht bezogen gewesen sein, da mir dann Null-Komma-X Prozent gehören würde. Auch die Einflussmöglichkeiten auf den Rat der Stadt Köln kann er unmöglich gemeint haben, da das Gegenteil durch unzählige Ratsbeschlüsse längst bewiesen ist. Es ging Niggemeier an dieser Stelle gar nicht darum, Fakten aufzuzählen, sondern mich in aller Öffentlichkeit zu diskreditieren. Teilweise ist ihm das sogar gelungen, wie sich in der Blogosphäre leicht nachprüfen lässt.


Es fällt auf, dass gerade im Internet oft massiv Kritik an den Verlagshäusern und Verlegern generell geübt wird. Verstehen Sie Ihre Kommentare als Mittel, die Diskussion zu versachlichen?

Ob sich damit irgendetwas versachlichen lässt, wird sich in Zukunft herausstellen. Ich würde das allerdings begrüßen. Zurzeit geht es mir eher darum zu demonstrieren, mit was für Mitteln in dieser Szene zum Teil gearbeitet wird.

Glauben Sie, dass viele Blogger zu wenig von der Realität eines Medienkonzerns verstehen?

Davon bin ich fest überzeugt.

>> Die Kommentarwut des Jung-Verlegers
>> stefan-niggemeier.de: Ein Sandkasten für Konstantin Neven DuMont

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