Dogan-Rückzug: Auch „Hürriyet“-Chef geht

Beim Umbau des größten türkischen Medienkonzerns wird neben dem Rückzug von Besitzer Aydin Dogan auch der Chefredakteur der Tageszeitung "Hürriyet" ausgewechselt. Ertugrul Özkök war einer der schärfsten Kritiker der Regierung Erdogan. Für die "SZ" sind das "zwei weiße Fahnen Richtung Ankara": Offensichtlich soll der existenzbedrohende Steuerstreit mit der Regierung entschärft werden.

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Am 1. Januar hat offiziell Arzuhan Dogan Yalcindag die Führung des Konzerns von ihrem Vater übernommen. Das Medienunternehmen, an dem der Axel Springer Verlag beteiligt ist, sah sich einer drohenden Steuerstrafe in Höhe von etwa 2,2 Milliarden Euro und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen führende Manager ausgesetzt. Springer hatte im November ein größere Beteiligung bei Dogan auf Eis gelegt und vom Ausgang der Machtprobe mit dem Staat abhängig gemacht. 
Der als Hardliner geltende Özkök wird bei "Hürriyet" durch Enis Berberoglu abgelöst, den bisherigen Bürochef in Ankara. Berberoglu hat einen Ruf als Liberaler.

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