„Avatar“ – das weltweite Popkultur-Phänomen

Es sind Zahlen, die wohl nur als "sensationell" bezeichnet werden können. Nur 17 Tage nach dem Kinostart hat James Camerons Science-Fiction-Spektakel "Avatar - Aufbruch nach Pandora" an den weltweiten Kinokassen mehr als eine Milliarde US-Dollar eingespielt. Damit gehört "Avatar" schon jetzt zu den fünf erfolgreichsten Filmen aller Zeiten und wird sich in den kommenden Tagen Platz 2 erobern. Doch was macht den Film so besonders, dass er weltweit eine solche Begeisterungswelle auslöst?

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Die Idee zu "Avatar" hatte James Cameron nach eigenen Angaben schon Mitte der 90er Jahre – noch bevor er "Titanic" drehte. Doch damals fehlte ihm noch die Technik, seine Visionen so umzusetzen, wie er es nun getan hat. So ist es auch weniger die Handlung, die "Avatar" zum Erlebnis macht, sondern die moderne Technik. Erstmals werden Motion Capture, Live Action und 3D in einem Film kombiniert – und das so spektakulär, dass "Avatar" mit nichts bisher da gewesenem zu vergleichen ist.

Nun, zweieinhalb Wochen nach dem weltweiten Kinostart, steht fest, dass sich das gigantische Budget des Films – man spricht von ca. 230 Mio. US-Dollar – ausgezahlt hat. Nach nur 17 Tagen hat "Avatar" diese Summe schon über viermal wieder eingespielt. Dazu beigetragen hat nicht nur indirekt, sondern auch direkt die moderne Technik. Viele Leute schauen den Film in 3D, sind bereit, höhere Ticketpreise dafür hinzulegen. In Deutschland zahlten die Besucher bisher im Durchschnitt mehr als 10 Euro für ein "Avatar"-Ticket – ebenfalls rekordverdächtig.

Im Übrigen gefällt "Avatar" nicht nur dem Publikum, auch bei der Kritik kommt der Film überwiegend gut an. So verzeichnet das Filmkritik-Portal "Rotten Tomatoes", das sämtliche Filmkritiken aus den USA und Großbritannien sammelt und auswertet, im Falle "Avatar" auf 83% positive Kritiken – für einen solchen Blockbuster ein erstaunlich hoher Wert. Schon in wenigen Tagen wird "Avatar" nun der zweitumsatzstärkste Film aller Zeiten sein. Derzeit liegt er mit seiner Milliarde Umsatz laut Kino-Lexikon "IMDb" nur noch hinter Camerons "Titanic" (1,84 Mrd. Dollar), "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" (1,13 Mrd.), "Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt" (1,06 Mrd.) und "The Dark Knight" (1,00 Mrd.).

Für James Cameron ist "Avatar" die eindrucksvolle Bestätigung, dass ihm das Gespür für den Publikumsgeschmack noch nicht abhanden gekommen ist. War er in den 80ern und 90ern mit Streifen wie "Terminator", "Aliens", "The Abyss", "Terminator 2", "True Lies" und "Titanic" noch sehr aktiv, beschäftigte er sich seitdem vornehmlich mit Tiefseetauchen und Dokumentarfilmen zum Thema. Nach "Avatar" wird Cameron aber sicher keine große Pause mehr einlegen – und der nächste Milliarden-Hit dürfte eine sichere Sache sein. Denn: Aus "Avatar" soll nun eine Trilogie werden.

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