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Die Kursraketen der Medienaktien 2009

Ein verrücktes Börsenjahr neigt sich dem Ende entgegen. Einem beschleunigten Absturz zu Jahresbeginn, der die Märkte auf dem Höhepunkt der Finanzkrise ins Bodenlose stürzen ließ, folgte eine schier mirakulöse Erholung. Angeführt wurde die Rallye von einem Münchner TV-Konzern und einem Hamburger Internetprovider , aber auch die Aktie des größten deutschen Zeitungsverlags entwickelte sich besser als der Markt. Die ehemalige Premiere AG konnte indes trotz Namensumfirmierung nicht aus der Verlustzone.

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Ein verrücktes Börsenjahr neigt sich dem Ende entgegen. Einem beschleunigten Absturz zu Jahresbeginn, der die Märkte auf dem Höhepunkt der Finanzkrise ins Bodenlose stürzen ließ, folgte eine schier mirakulöse Erholung. Angeführt wurde die Rallye von einem Münchner TV-Konzern und einem Hamburger Internetprovider , aber auch die Aktie des größten deutschen Zeitungsverlags entwickelte sich besser als der Markt. Die ehemalige Premiere AG konnte indes trotz Namensumfirmierung nicht aus der Verlustzone.

Tomorrow Focus: + 34 Prozent

Nach fünf extrem herausfordernden Jahren scheint einem führenden Content-Provider der deutschen Internet-Landschaft in den vergangenen Monaten endlich der Ausbruch nach oben gelungen zu sein. Das allerdings eben nicht durch redaktionelle Inhalte, sondern vor allem durch die Zuwächse seiner E-Commerce-Töchter  HolidayCheck und ElitePartner. Das Geschäft mit redaktionellen Internet-Inhalten bleibt problematisch.

United Internet: + 49 Prozent

Der Internet Provider United Internet  konnte seine Aktionäre im Börsenjahr 2009 ebenfalls glücklich machen, obwohl der frühere Neue Markt-Star mit einem Plus knapp 49 Prozent leicht unter dem Vergleichsindex TecDax zurückblieb, der 2009 bislang fast 60 Prozent zulegte. Eine Erholung im DSL-Geschäft und einstelliges Anziehen bei Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten belebten die Fantasie bei Anlegern wieder.

Axel Springer: + 54 Prozent

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Die beste Performance einer deutschen Medienaktie lieferte der größte Zeitungsverlag der Republik. Selbst mitten in der tiefsten Krise verblüffte Konzernchef Mathias Döpfner mit einem Konzernergebnis über dem Vorjahreswert  und konnte daran im laufenden Geschäftsjahr anknüpfen: „Wir sind überzeugt, dass der tiefste Punkt des Tales hinter uns liegt“, gab sich der 46-jährige Springer-Chef dann auch im Herbst zuversichtlich.

Freenet:
+ 128 Prozent

Positive Geschäftsentwicklung auch bei der früheren Mobilcom-Tochter Freenet, die turbulente Zeiten hinter sich hat. Die Internetaktivitäten  wurden weitgehend veräußert:  Alle Aktien der Strato AG gingen im November an die Deutsche Telekom, das DSL-Geschäft an United Internet. Dafür zog sich der Mitbewerber United Internet aus dem mit Drillisch 2007 gemeinsam gegründeten Unternehmen MSP zurück, das im vergangenen Jahr noch die Übernahme angestrebt hatte. Freenet wächst nun im Mobilfunkbereich weiter  – und zwar kräftig. In den ersten 9 Monaten des Jahres zogen Umsatz – und Gewinn um 58 bzw. 56 Prozent an.

ProSiebenSat.1: + 237 Prozent

Das nennt man eine lupenreine Turnaroundstory: Nachdem die Münchner Senderkette ProSiebenSat.1 im März nach Bekanntgabe der Jahresbilanz für 2008 bis auf unglaubliche 90 Cent durchgereicht wurde,  notiert die Aktie neun Monate später 800 Prozent höher. Grund: Ein besserer Geschäftsverlauf als erwartet und die Hoffnung, dass die Anteilseigner KKR und Permira vielleicht doch die schwedische Tochter SBS versilbern könnten, um den weiter horrenden Schuldenstand abzubauen. Die Kursfantasie kehrte sprungartig zurück.

Das kann man von der Bertelsmann-Tochter RTL Group nicht behaupten. Die Aktie blieb mit einem Plus von knapp 20 Prozent leicht hinter dem EuroStoxx und dem Dax zurück – genau wie das deutsche Online-Business-Netzwerk Xing mit nur 12 Prozent zum Vergleichindex TecDax (+ 60 Prozent). Gar erneut Verluste mussten die Aktionäre von Sky verkraften – trotz der wiederholten Finanzspritzen von Großaktionär Rupert Murdoch.

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