ARD Aktuell-Chef antwortet auf App-Opposition

Mit einem langen, sachlichen Blog-Eintrag hat der Chefredakteur von ARD Aktuell, Kai Gniffke, auf die Aufregung um die "Tagesschau"-App reagiert. Als Grund für die Opposition gegen das geplante Mobil-Angebot macht Giffke eine fehlende "Faktenbasis" aus – und stellt klar: "Wir beschränken uns dabei auf das harte Nachrichtengeschäft und werden dem 'interaktiven Bild-Girl' sicher keine Konkurrenz machen."

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Gniffke schreibt:

"Mich befremdet der Vorwurf gegen unsere potentielle ‚Gratis-App‘ doch sehr, zumal beinahe alle Verlage und Privatsender Gratis-Apps anbieten."

"Wir möchten eine kostenlose App anbieten, wie es viele kommerzielle und öffentlich-rechtliche Anbieter bereits seit geraumer Zeit tun. Dabei wollen wir ausschließlich die bereits vorhandenen Inhalte (!!!) unserer Fernsehnachrichtensendungen und von tagesschau.de anbieten."

Der Vorwurf, dass die App zusätzliche Ausgaben erforderlich mache, treffe nicht zu: "kein zusätzlicher Aufwand, keine zusätzlichen Gebühren."

Gniffkes Fazit: "Aber wir sind nicht für diese Situation verantwortlich, sondern sollen wohl eher gerade als Sündenbock herhalten. Möge niemand von uns verlangen, dass wir nun die Hände in den Schoß legen und die Medienentwicklung verschlafen. Das ist ehrlich gesagt nicht mit meinem Arbeitsethos vereinbar und wird der Leistung zahlloser Redakteure nicht gerecht, die mehr als ein halbes Jahrhundert lang die Tagesschau als Institution in dieser Gesellschaft verankert haben."

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