CNN wächst und kriselt

Der Nachrichten-Multi CNN wird 2009 zum sechsten Mal in Folge ein zweistelliges Gewinn-Wachstum erzielen. Dies schreibt der Vorstandschef Jim Walton nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" in einer Jahresend-Mail an die Mitarbeiter des zu Time Warner gehörenden Konzerns. Gegen den Branchentrend hat CNN auch die Zahl der Beschäftigten leicht erhöht. Im Heimatmarkt USA gehen allerdings Marktanteile in besorgniserregendem Ausmaß verloren.

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Wie die "FTD" weiter analysiert, expandiert CNN international weiter erfolgreich,  auch die Online-Strategie – CNN.com hat sich an die Spitze der US-Newsseiten gesetzt – und die Eindung von Twitter, iPhone-Apps und Facebook gelten als vorbildlich. 
Dagegen sinken die Quoten des amerikanischen TV-Senders seit Monaten. Marktführer Fox News hat seinen Vorsprung ausgebaut; Rupert Murdochs meinungsfreudiger erreicht am umsatzstarken Abend mehr als doppelt so viele Zuschauer. Erstmals ist auch MSNBC, die Nachrichtentocher von NBC, an CNN vorbeigezogen. Der amerikanische Medienanalyst Andrew Tyndall spricht gegenüber der FTD von einem "verdammt gefährlichen Trend für CNN". Als Grund wird vermutet, dass der um eine neutrale Sicht bemühte Stil von CNN gegenüber dem Meinungsjournalismus von Fox News und anderen ins Hintertreffen gerät.

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