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Holtzbrinck übertrifft Vorjahresergebnis

In einer vertraulichen Mail an den Führungszirkel des Stuttgarter Medienkonzerns hat Stefan von Holtzbrinck am Dienstag die Verdienste seines zum Mai 2010 ausscheidenden Geschäftsführers und Vertrauten Jochen Gutbrod gewürdigt und gleichzeitig einen Einblick in die wirtschaftliche Situation des Verlagshauses gegeben. Wörtlich heißt es: "Die Entwicklung in 2009 übertraf die Erwartungen deutlich - in fast allen Bereichen. Wir werden daher leicht besser als im Jahr 2008 abschneiden, im Umsatz und im Ergebnis."

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Allerdings führt der Verleger nicht aus, inwiefern Effekte aus der Aufteilung des Verlagsimperiums nach der Rückkehr seines Bruders Dieter auf diese Prognose Einfluss hatten. Dieter von Holtzbrinck übernahm von seinem Bruder neben der Verlagsgruppe Handelsblatt auch 50 % der Anteile am Zeit-Verlag sowie den Berliner "Tagesspiegel".
In der Mail begründet Stefan von Holtzbrinck die positive Entwicklung mit dem "Geschick" des Managements, aber auch dem nötigen "Quäntchen Glück". Und mit Blick auf den scheidenden Geschäftsführer heißt es weiter: "Das Fundament ist jedoch eine langfristige Geschäfts- und Programmpolitik, die wir … vor allem auf Investition und Innovation angelegt haben. Auch an dieser hat Jochen Gutbrod als mein Stellvertreter einen großen Anteil."
Gutbrod, der ebenso wie Stefan von Holtzbrinck für die offensive Online-Politik des Hauses stand, war genau deshalb nicht unumstritten. Vor allem die rund 85 Millionen-Investition in StudiVZ galt lange als Klotz am Bein. Hier allerdings sieht der Verleger positive Tendenzen: "In der Summe" schrieben die großen Portale "mittlerweile schwarze Zahlen". Deutliche Ergbnisverbesserungen zeigten auch die Unternehmen von Holtzbrinck Ventures und von eLab. Fazit: "Das Ziel, zusammen mit den Onlineerlösen aus den Stammgeschäften ein Viertel des Umsatzes mit den Neuen Medien in 2012 zu generieren, ist nach wie vor erreichbar."

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