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Apple drängt ins TV-Geschäft

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass Gerüchte über neue Geschäftsideen des Computerherstellers Apple auftauchen: Jetzt verhandelt der iPhone-Hersteller offenbar mit den TV-Stationen CBS und Disney über eine Kooperation. Geplant ist, wie mehrere Medien unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichten, dass die Programme der Sender gegen eine monatliche Gebühr über Apples iTunes im Web zu sehen sind. Kritiker werten den Vorstoß als Attacke auf das Geschäftsmodell des Privatfernsehens.

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Bislang können über iTunes einzelne TV-Sendungen verschiedener Sender gegen eine Gebühr angesehen werden. Hier war Disney Vorreiter und stellte als erstes Medienunternehmen einzelne Sendungen für iTunes zur Verfügung. Apple bot bis Oktober rund 50.000 TV-Sendungen über sein Multimedia-Verwaltungsprogramm iTunes an. Die Preise für die Downloads liegen zwischen 99 Cent und 2,99 Dollar.

Das jetzt verhandelte Modell sieht monatliche Abonnements für ganze Programme der TV-Stationen von CBS und Disney vor. Das "Wall Street Journal" berichtete, dass Apple monatlich zwei bis vier Dollar für Broadcast- sowie ein bis zwei Dollar für Kabel-Programme verlangen werde.

Bislang wollten sich die Verantwortlichen der beteiligten Unternehmen zu den Gerüchten nicht äußern. Angeblich sind die Gespräche noch nicht weit gediehen, dennoch wird bereits jetzt heftig in der Branche über die Folgen eines solchen Abkommens diskutiert. Die Befürchtung liegt nahe, dass Apple-TV der Beginn einer Aushöhlung der Erlösmodelle privater Fernsehstationen sein könnte. Sicher ist, dass Kabelbetreiberfirmen durch die neuen Verbreitungswege ein empfindlicher Schaden entstehen würde, den diese nicht ohne weiteres hinnehmen werden.

Gespräche mit anderen TV-Stationen sind offenbar noch nicht geplant. 

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