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Teilerfolg für „Tatort“-Klägerin

Kristina Böttrich-Merdjanowa hat gestern vor dem Münchener Landgericht einen Teilerfolg errungen. Nach einer ersten Zeugenvernehmung stellten die Richter fest, dass nicht bestritten werden könne, dass es sich bei der Klägerin um die Urheberin des "Tatort"-Vorspanns handele. Die 75-Jährige hatte 40 Jahre nach der ersten Ausstrahlung des Vorspanns auf "Nachvergütung"geklagt.

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Vor der 21. Zivilkammer des Münchener Landgerichts wurden unter anderem der Schauspieler Horst Lettenmeyer gehört, dessen Gesicht und laufende Beine in dem Film zu sehen sind. Dieser gab an, dass Böttrich-Merdjanowa bei der Produktion des Vorspanns eine leitende Funktion ausübte. Auch der Kameramann Bernhard Niedermayer bestätigte, dass er bei der Endproduktion ausschließlich mit der Klägerin zusammengearbeitet hatte.
Der Bayerische Rundfunk ist nun aufgefordert, zur nächsten Sitzung eine Rechnung vorzulegen, wie oft und mit welchem Erlös der Vorspann gesendet wurde. Böttrich-Merdjanowa erhebt eine Nachvergütung für die letzten zehn Jahre. Das Urteil wird am 3. März 2010 erwartet.
Der "Tatort" wird pro Jahr etwa 480 mal ausgestrahlt. Zudem wird die Krimi-Reihe auf DVD vertrieben und im Internet gezeigt. Den Streitwert hat der Anwalt der Klägerin mit 150.000 Euro veranschlagt. 

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