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Nach Entrüstung: P7 verschiebt Sex-Show

ProSieben verschiebt die geplante Serie "50 pro Semester" nach öffentlicher Entrüstung auf unbestimmte Zeit. Laut Branchendienst W&V erklärte ein Sprecher, der Sender wolle das Programm "aufgrund der öffentlichen Diskussion" erst zu einem späteren Zeitpunkt ausstrahlen.

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Zuvor hatte der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke gegenüber den "Lübecker Nachrichten" von "billigstem Voyeurismus" gesprochen: "Was ProSieben plant, grenzt an Kindesmissbrauch."

Auch die bayerische Familienministerin Christine Haderthauer kritisierte die geplante Show scharf: "Es ist eine verheerende Botschaft an alle Zuschauer, wenn Frauen und Männer in einer Art moderner ‚Kopfgeldjagd‘ zu Sexobjekten degradiert werden."

Die nordelbischen Bischöfin Maria Jepsen erklärte: "Es ist peinlich, wenn Sender auf diese Weise versuchen wollen, die Einschaltquote zu steigern."

Bei "50 pro Semester" handelt es sich um eine sogenannte "Scripted Reality Show", bei der die Kandidaten nach Anweisungen der Regie handeln. Inhalt der umstrittenen Serie ist ein Wettkampf zwischen fünf Studenten, bei dem derjenige gewinnt, der mit den meisten Männern oder Frauen Sex hat.

ProSieben will "50 pro Semester" ab dem 18. Januar im Nachmittagsprogramm ab 16 Uhr zunächst eine Woche lang ausstrahlen.

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