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iPhone: US-Börse mag T-Mobile nicht

Seit Wochen tritt die Apple-Aktie auf der Stelle - nun ging es auch noch gegen den Markttrend abwärts. Binnen weniger Minuten brach das Papier kurz vor Handelsschluss ein. Grund dafür waren nicht neuerliche Spekulationen um den Gesundheitszustand von Apple-CEO Steve Jobs oder eine Hedgefonds-Schieflage, sondern die Gerüchte um die nächste iPhone-Generation. Das iPhone 4G könnte nämlich in den USA nicht bei Verizon, sondern vom weitaus kundenschwächeren Provider T-Mobile vertrieben werden.

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Seit Wochen tritt die Apple-Aktie auf der Stelle – nun ging es auch noch gegen den Markttrend abwärts. Binnen weniger Minuten brach das Papier kurz vor Handelsschluss ein. Grund dafür waren nicht neuerliche Spekulationen um den Gesundheitszustand von Apple-CEO Steve Jobs oder eine Hedgefonds-Schieflage, sondern die Gerüchte um die nächste iPhone-Generation. Das vermeintliche iPhone 4G könnte nämlich in den USA nicht bei Verizon, sondern vom weitaus kundenschwächeren Anbieter T-Mobile vertrieben werden. 

Es waren mal zwei Aktien, die Anleger an der Technologiebörse Nasdaq seit Jahr und Tag elektrisierten. Apple und Google, die Glimmer Twins der US-Tech-Börse, liefern sich seit geraumer Zeit ein Wettrennen um den höheren Börsenwert. Zunächst hatte Google die Nase vorn, dann holte Apple auf und zog sogar im laufenden Börsenjahr am Internetpionier vorbei.

Bis vor wenigen Wochen, als Google wieder an Momentum gewann und Apple zu schwächeln begann. Ziemlich überraschend befindet sich Apple nämlich ausgerechnet zur stärksten Jahreszeit in einer ungewohnten Schwächephase.  Heute gewann Google wieder rund 1,5 Prozent, während Apple in genau dieser Höhe an Wert verlor – und das an einem Handelstag, an dem dem alle US-Indizes tief im Plus notierten.

Kurskapriolen nahe der 200-Dollarmarke

Was ist los bei Apple? Ist die Fantasie nach einem Lauf von 140 Prozent in einem Jahr ausgereizt? Tatsächlich scheint es, als würde die Aktie nahe der 200 Dollar-Marke, an der Hedgefonds mit Optionen ihre Spielchen treiben, Luft holen für die nächste große Kursbewegung.

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In den letzten Handelsminuten ging die heute erst einmal nach unten. Wie ein Stein fiel die Apple-Aktie in den letzten fünf Handelsminuten um 4 Dollar. Was war passiert? Gab es neue Gerüchte um Apple-CEO Steve Jobs, hatte sich ein Hedgefonds verzockt und war in Schieflage geraten – oder war schlicht eine Order daneben gegangen und ein größer Verkauf als gewollt platziert worden?

Kommt das neue iPhone bei T-Mobile statt Verizon?

Tatsächlich sollen Gerüchte um die nächste iPhone-Generation Schuld am Kursrutsch sein. So wird kolportiert, nicht der größte Mobillfunkbetreiber der USA, Verizon, sondern die amerikanische Telekom-Tochter T-Mobile würde den Zuschlag der vierten iPhone-Generation im nächsten Sommer erhalten.  
 
Das könnte den Abverkauf mindern, müssen sich Börsianer gedacht haben, als sie den Verkaufsbutton betätigt haben: T-Mobile USA bringt es auf gerade mal 35 Millionen Kunden, während Verizon 71 Millionen zahlungswillige Amerikaner in der Kundenkartei hat.
Allerdings: Das Gerücht geisterte schon im Tagesverlauf durch Twitter. Vermutlich zählt der Kursrutsch zu jenen 1001 Börsenüberraschungen, die sich nie aufklären lassen. Im nachbörslichen Handel erholte sich die Apple-Aktie dann auch wieder schnell um 2 Dollar – eben, um sich wieder in Richtung der magischen 200 Dollarmarke zu bewegen.

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