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Hype um Foursquare: Das neue Twitter!

Der Wahnsinn hat einen Namen: Foursquare ist das neuste Must-Have der Social Media-Gemeinde. Als sogenanntes ‚Location based Social Network’ wendet sich das gerade mal ein paar Monate alte Start-up vor allem an die mobile neue Generation von Internet-Nutzern, die allen Freunden omnipräsent mitteilen möchten, wo sie sich gerade befinden. Die Geo-Tagging-Applikation ist damit nichts anderes als Twitter 2.0 – und für die Techbranche das ‚next big thing’. Ein genauer Blick auf die nächste Stufe der Social Media-Sucht.

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Der Wahnsinn hat einen neuen Namen: Foursquare ist das neuste Must-Have der Social Media-Gemeinde. Als sogenanntes ‚Location based Social Network’ wendet sich das gerade mal ein paar Monate alte Start-up vor allem an die mobile neue Generation von Internet-Nutzern, die allen Freunden omnipräsent mitteilen möchten, wo sie sich gerade befinden. Die Geo-Tagging-Applikation ist damit nichts anderes als  Twitter 2.0 – und für die Techbranche das ‚next big thing’. Ein genauer Blick auf die nächste Stufe der Social Media-Sucht. 

In ist, wer drin ist: Es gibt derzeit wohl kaum eine Veranstaltung, die im Entferntesten mit Social Media zu tun hat, auf der nicht das Buzzword der Stunde fällt – Foursquare. Vor einer Woche auf dem Social Media Club Hamburg wird bei Crackern und Finger Food getuschelt: Bist Du schon auf Foursquare? Letzte Woche beim Social Media Strategy Lab von fischerAppelt gab Thomas Knüwer der gerade mal ein paar Monate alten Applikation den Ritterschlag: "Foursquare und Gowall lassen ihre Nutzer spielerisch die Stadt erschließen", erklärte Knüwer. "Sie sind auch eine neue Herausforderung für Datenschutz und Medienkompetenz der Nutzer."
 
Gestern bei einer Presse-Veranstaltung von Yahoo! Deutschland dieselbe Neugier. Nicht nach neuen iPhone-Apps, dem vermeintlichen Twitter-Peak oder nach der mutmaßlich spannendsten Aktie des nächsten Jahres werde ich von einem Yahoo-Direktor gefragt. Sondern: "Was halten Sie eigentlich von Foursquare? In den USA redet jeder, aber wirklich jeder begeistert über die App. Was meinen Sie?"

Geo-Tagging mit Four Square: Das Wettrennen der Handlungsreisen in Social Media ist eröffnet!

Doch das ist schon die zweite Frage. Die erste muss lauten: Was, zum Teufel, ist nun dieses Foursquare, das schon als neues  Twitter gefeiert wird, eigentlich? Die Antwort ist einfach: Es ist das neue Twitter – für die iPhone-Generation. Alle mitteilungssüchtigen und umtriebigen Kommunikationsmenschen erhalten über die Real Time-Applikation die Möglichkeit, ihre digitalen Fußstapfen an Orten zu hinterlassen, die sie besucht haben oder gerade besuchen. Und werden dafür virtuell mit sogar mit Auszeichnungen belohnt.    

Das funktioniert so: Ich besuch etwa meinen Lieblingsasiaten am Winterhuder Marktplatz in Hamburg, um mir Sushi nach 21 Uhr zum halben Preis abzuholen. Dabei zücke ich mein iPhone, starte die Foursquare-Applikation und lasse lokalisieren, wo ich mich gerade befinde  – Geo-Tagging nennt man das eigentlich, Foursquare indes einen "Check-in", der gezählt wird.

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Was dann folgt, ist offenkundig – und wie gemacht für den ganz eigenen Ehrgeiz von Social Media-Junkies: Die Check-Ins werden gezählt und mit "Badges", also Auszeichnungen, auf dem Profil belohnt. Und nicht nur das: Wer an einem Ort die meisten Check-Ins ausweisen kann, wird zum virtuellen Bürgermeister der Lokalität – das Wettrennen der Handlungsreisen in Social Media ist hiermit eröffent! Ganz nebenbei ist Foursquare auch noch ein Socializing-Tool der iPhone-Generation: Wenn meine Freunde an einem Ort einchecken, bekomme ich sofort ein Update gesendet.

Four Square-Gründer Crowley: "Twitter hat den Weg bereitet"

Für die Branchenpresse ist das ein gefundenes Fressen: Die Superlative überschlagen sich in der First Mover-Berichterstattung. "Das Twitter des nächstes Jahres? Das ist Foresquare", schreibt etwa  Mashable-Gründer Pete Cashmore. Gegründet wurde Foursquare von Dennis Crowley, der sein Start-up Dodgeball einst an Google verkaufte und Twitter-Gründer Jack Dorsey und die Gründer von Digg and Delicious zu seinen illustren Investoren zählen kann.  

"Twitter hat den Weg bereitet", erklärt Crowley dann auch dankbar dem Wall Street Journal-Ableger "All things digital"."Für viele ist Twitter aber ein bisschen zu überfrachtet, deswegen macht es Sinn, Ortsmitteilungen auf eine andere Applikation zu verlegen" – nämlich auf Foursquare. Die Zielgruppe, die auf der mobilen Killerapp, ihre Fußstapfen hinterlässt, umschreibt Crowley mit "21 bis 35" – die Generation NEON.

Eigentlich sollten wir erwachsen werden, werden da nicht wenige denken. Stimmt auch: Vielleicht ist Foursquare, das seit drei Wochen in 13 europäischen Städten –  darunter Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln, Wien und Zürich – verfügbar ist, nicht unbedingt, die Applikation auf die Welt in diesen Tagen am dringendsten gewartet hat. Aber höllischen Spaß macht das virtuelle Einchecken schon. Knapp ein halbes Jahr kann ich das also noch auf Foursquare, bevor ich offiziell zu alt dafür bin. Rock’n’roll! Auf geht’s: Follow me on Foursquare.

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