P7S1 bekennt sich zu dualem Rundfunksystem

Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 übt sich in Image-Pflege. Nach der Ankündigung, das Nachrichten-Angebot des Senders N24 reduzieren zu wollen, erklärte Konzern-Sprecher Julian Geist laut "Süddeutsche Zeitung": "Pro Sieben Sat 1 hat nicht die Absicht, sich von Verpflichtungen zu verabschieden, die sich aus dem Status der privaten Fernsehsender im dualen Rundfunksystem ableiten."

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Ein Verzicht auf Regionalfenster und Drittsendezeiten bei Sat 1 stehe ebenso wenig zur Debatte wie ein Verzicht auf publizistisch relevante Nachrichten und Informationsformate in den Vollprogrammen Sat 1, Pro Sieben und Kabel 1. "Wie sehr viele andere kommerzielle Medienhäuser – etwa Verlage oder Online-Medien – denken wir darüber nach, wie ein wirtschaftlich tragfähiges Modell für Nachrichten aussehen kann. Diese Diskussion führen wir intern und extern: mit Sendermanagement, Kollegen und Vertretern der Politik. Eine Entscheidung wird es frühestens im ersten Quartal 2010 geben", fügte Geist hinzu. 
Der Sender war unter anderem durch Äußerungen des Konzernchefs Thomas Ebeling in einem Interview mit der "SZ" am 27. November in die Kritik geraten. Dort sagte der 50-Jährige: "Im Internet kommunizieren jungen Leute miteinander und holen sich Informationen, im Fernsehen suchen sie Unterhaltung."

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