Anzeige

Print-Krise: 2009 sterben 388 US-Magazine

Der Negativ-Trend auf dem US-Printmarkt hat sich 2009 ungebrochen fortgesetzt. Jetzt legt der Branchendienst MediaFinder Zahlen vor: Von Januar bis Oktober 2009 wurden in Nordamerika 383 Magazine eingestellt. Dazu kommen noch fünf große Magazine ("Domino", "Portfolio") die der Condé Nast-Verlag im Oktober strich. Betroffen waren dabei nicht nur Publikationen, mit schwindender Reichweite, sondern auch Auflagengiganten wie "Country Home" oder "Nickelodeon".

Anzeige

Die Print-Publikationen haben 2009 vor allem unter Abonnentenschwund, zurückgehende Werbeeinnahmen und zunehmendem Interesse der Leser an digitalen Angeboten gelitten. Allein Condé Nast nahm im Oktober fünf große Magazine vom Markt, darunter "Gourmet" und "Cookie".

Die Liste der zehn auflagenstärksten Magazine, die 2009 bislang eingestellt wurden, wird von der Meredith Corporation-Publikation "Country Home" mit zuletzt 1,2 Millionen Heften angeführt. Auf Platz zwei liegt "Domino" von Condé Nast (1,1 Millionen Hefte). Es folgen das Kindermagazin "Nickelodeon" (1 Million), "Gourmet" (977.000), "Hallmark" (750.000), "Travel & Leisure Golf (650.000), "Time Style & Design" (550.000), "Cookie" (500.000), "Best Life" (500.000) und "Condé Nast Portfolio" (450.000).

Es gibt auch positive Entwicklungen: 64 der Magazine stellten zwar ihre gedruckte Ausgabe ein, leben aber im Internet fort. Und während 388 Publikationen verschwanden, wurden immerhin 259 auf den Markt gebracht. Inhaltlich dreht es sich bei bei den Neuerscheinungen 2009 vor allem um regionale Themen (wie auch bei einem großen Teil der eingestellten Magazine), gefolgt von Ernährung und Gesundheit. Einen großen Anteil am Auf und Ab haben B2B-Publikationen: Sie machen 130 der eingestellten Magazine und 75 der Neuerscheinungen aus.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige