Portal Top.de: Promiwelt als Freakshow

Seit Wochen war auf der Seite Top.de nur eine Samtgardine zu sehen, die das neue Celebrity-Portal verdeckte. Jetzt ist der Vorhang gefallen: Das Klatsch-Angebot ist online. Innerhalb weniger Tage startet damit die zweite Verlags/Provider-Kooperation in Deutschland. Bei Top.de schmeißen United Internet und Springer ihre Online-Kräfte zusammen. Das Medienhaus liefert via Bild digital Promi-News. Der Provider-Gigant steuert über seine Reichweiten-Dickschiffe Web.de und Gmx.de die nötigen Besucher bei.

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Inhaltlich setzt Top.de auf schnelle und harte Promi-News. Dabei orientieren sich die Inhalte stark an US-Angeboten wie AOLs TMZ.com. Zum Start bietet die Seite Storys wie "Lady Gaga: So cool und sooo viel Angst vor Männern", "Pete Doherty: Nach Randale verhaftet" oder "Demi Moore & Aston Kutscher: Achtung! Sex-Ge(t)witter!". Damit schwimmt das Konzept auf der Welle der jungen, leicht trashigen People-Formate: die Promi-Welt als Freakshow.

Aufgeteilt ist die Site in die Rubriken "News & Gossip", "Zoom", "Fotos", "Charts" und "Stars". Zusätzlich zu fast jeder Story gibt es immer die passende Umfrage. Der Unterschied zwischen den Inhalten der einzelnen Ressorts ist jedoch unklar. Interessant ist die Rubrik "Blogwatch". Die regelmäßige Kolumne sammelt die besten News aus den einschlägigen US-Promi-Journalen.

Um den redaktionellen Teil der Arbeit kümmert sich Bild digital. Dabei soll es sich allerdings nicht um eine Zweitverwertung von Bild.de-Storys handeln. Alle Geschichten erstellt eine eigene Redaktion. Zudem soll rund um das Portal eine aktive Community aufgebaut werden, die für zusätzlichen Content sorgt.
 
Natürlich verzichtet die Plattform auch nicht auf einen eigenen Twitter-Kanal und eine Facebook-Site. Später soll es zudem noch möglich werden, die eigenen Web.de- oder GMX-Accounts zu verknüpfen.

Als Zielgruppen haben United Internet und Axel Springer Frauen zwischen 20 und 49 Jahren im Visier. "Wir wollen mit dem Portal frecher und interaktiver sein, als die Konkurrenz", erklärt Peter Dürr, Leiter Content, Commerce & Search bei Web.de und GMX, gegenüber Wuv.de.

Mit seiner Mischung aus redaktionellem Content und der Reichweite eines großen General-Interest-Portals ist Top.de nicht alleine. Vor wenigen Tagen erst ging die neue Bunte.de-Site online. Bei den Münchnern sorgt die Bunte-Redaktion für die Inhalte und T-Online leitet den Traffic von seiner Mega-Plattform weiter auf die Klatsch-Seite.

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