Der neue „Spiegel“-Titel: As „Time“ goes by…

"Does Google make us stoopid?", fragte das "The Atlantic" im letzten Jahr und brachte dazu eine ausführliche Cover-Geschichte. Kurze Zeit später zog der "Spiegel" mit dieser Headline nach: "Macht das Internet dumm?" Damals fiel die freundliche Titel-Übernahme rasch auf, da die Cover-Gestaltung frappierende Ähnlichkeiten aufwies. Diese Woche dürfte der "Spiegel" erneut ins Gerede geraten. Denn der Titel "Das verlorene Jahrzehnt" gleicht der "Time"-Idee der Vorwoche ("The decade from hell") doch deutlich.

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"Does Google make us stoopid?", fragte das "The Atlantic" im letzten Jahr und brachte dazu eine ausführliche Cover-Geschichte. Kurze Zeit später zog der "Spiegel" mit dieser Headline nach: "Macht das Internet dumm?" Damals fiel die freundliche Titel-Übernahme rasch auf, da die Cover-Gestaltung frappierende Ähnlichkeiten aufwies.
Diese Woche dürfte der "Spiegel" erneut ins Gerede geraten. Denn der Titel "Das verlorene Jahrzehnt" gleicht der "Time"-Idee der Vorwoche ("The decade from hell") doch deutlich. Zwar ist die optische Aufmachung grundverschieden, aber es erscheint wenig plausibel, dass man beim deutschen Nachrichtenmagazin Nr. 1 ganz ohne Blick auf die ernüchternde Analyse der US-Kollegen auf das Titelthema kam.
Erstaunlicher Weise ist es auch so, dass der "Spiegel" trotz einer so epochalen Aussage die Titelstory in der Hausmitteilung, dem Äquivalent des landläufigen Editorials, mit keiner Silbe erwähnt wird – Sprachlosigkeit der Welterklärer in der Chefredaktion. Auch das spricht für einen Verlegenheitstitel oder eine halbherzige Lösung. Man lässt sich offenbar auch beim "Spiegel" gern inspirieren…

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