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„Goldener Handschlag“ beim Berliner Verlag

Der zu DuMont Schauberg gehörende Berliner Verlag ("Berliner Zeitung") will Personal abbauen und setzt dabei, vorerst, auf Freiwilligkeit. Wie der Branchendienst Horizont.net meldet, habe der Berliner Verlag laut Geschäftsführer Oliver Rohloff "allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bereit sind, aus dem Unternehmen auszuscheiden, ein freiwilliges Abfindungsangebot unterbreitet". Grund dafür sei der "starke Einbruch der Anzeigenerlöse in der gesamten Verlagsbranche". Wie viele Stellen wegfallen, ist offen.

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Damit schreibt die "Aktion Goldener Handschlag" ein weiteres Kapitel in der deutschen Mediengeschichte 2009. Die meisten Großverlage bieten Abwanderungswilligen zumindest zeitweise mehr oder weniger großzügige Regelungen bei einer Kündigung durch den Arbeitnehmer. Das Haus DuMont, das den Berliner Verlag erst vor kurzem übernommen hatte, macht da nun keine Ausnahme. Allerdings war bei den Kölnern die Aversion gegen betriebsbedingte Kündigungen stets besonders groß. Doch zuletzt griff man bei der Abwicklung der kommerziell schwächelnden Netzeitung zu diesem Mittel.
Bei der "Berliner Zeitung" ist auch nach den Jahren unter der "Heuschrecke" Montgomery der Personalstand noch recht hoch. Durch Synergien mit der defizitären "Frankfurter Rundschau" sollen die Bilanzen aufgebessert, die Qualitätstitel zukunftsfähig gemacht werden.

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