So viel verdient Google mit Zeitungs-Content

Google kassiert mehr als die Hälfte der Werbeerlöse aus online weiter verbreiteten Medieninhalten: Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des "Fair Syndication Consortium". Für die US-Studie wurden in 30 Tagen 75.195 Webseiten ermittelt, die Zeitungsinhalte wiedergeben, ohne sie lizenziert zu haben. Von den daraus generierten Einnahmen gehen angeblich 53 Prozent an Google. Zur Überraschung der Macher wurden weniger als 10 Prozent der gefundenen Übernahmen der Blog-Szene zugerechnet.

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Das "Fair Syndication Consortium" ist laut Selbstbeschreibung eine Gruppe von 1500 Verlagen. Gründer ist allerdings die "Attributor Corporation", eine Firma, die eine auch in Deutschland gefragte Software zum Aufspüren von Copyright-Verletzungen im Netz verkauft. Ziel der Gruppierung ist eine "faire" Regelung von urheberrechtlichen Problemen im Internet.
Die Studie, deren Instrument die "Attributor"-Software war, wartet mit einigen interessanten Zahlen auf: Unter den  75.195 aufgespürten Seiten (gemeint sind hier Webangebote) fand man 112.000 Fälle von "near-exact copies", nämlich Texte mit mehr 80 Prozent des Ursprungsinhalts und mehr als 125 Wörtern.  Dazu 163.73 "excerpts" (weniger als 80 Prozent, mehr als 125 Wörter) und 357.032 "Headlines". Letztere haben weniger als 80 Prozent Übernahme und weniger als 125 Wörter, wären als nach deutschem Recht als Zitate legal.
Die Studie befasste sich nicht ausschließlich mit Google. Neben dem Marktführer, der auf einen Wert von 53 Prozent kam, entfielen unter anderem auf Yahoo 19 Prozent, auf Microsoft fünf Prozent und auf AOL drei Prozent.
Entgegen der Erwartungen wurden weniger als 10 Prozent der gefundenen Übernahmen der Blog-Szene zugerechnet. Bei der Ermittlung der Einnahmen aus den – jedenfalls teilweise – "geklauten" Inhalten verweist die Studie auf eine "FairShare ad detection".

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