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Comcast übernimmt NBC-Universal

In den USA entsteht ein neuer TV-Gigant: Das Kabel- und TV-Unternehmen Comcast übernimmt 51 Prozent der Anteile an NBC Universal, das bislang von General Electric kontrolliert wurde. Der Kaufpreis liegt bei 13,75 Milliarden Dollar. 6,5 Milliarden Dollar zahlt der Kabel-Konzern in bar, die restlichen 7,25 Milliarden Dollar fließen in die Verschmelzung der Sender. Die neu geschaffene Entertainment-Einheit hat einen Wert von etwa 37 Milliarden Dollar, Chef wird der bisherige NBC-Universal-Boss Jeffrey Zucker.

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Durch das Geschäft verleibt sich das in Philadelphia ansässige Unternehmen das gesamte NBC-Netzwerk ein, inklusive der Kabel-Sender CNBC, MSNBC und Bravo. Zusätzlich verfügt Comcast auch über das Filmstudio und diverse Vergnügungsparks. Zustande kam der Deal, nachdem Vivendi SA, Frankreich größter Medien-Konzern, seinen 20-Prozent-Anteil an NBC Universal für 5,8 Milliarden Dollar an General Electric zurück gegeben hatte. 
"Frisches Blut und neue Energie tun uns gut", sagte der ehemalige NBC-Universal-Vorsitzende Bob Wright. Comcast kaufe NBC Universal in der "dunkelsten Stunde der Mediengeschichte", fügte Wright prophetisch hinzu. 
Die Übernahme ist seit etwa zwei Monaten im Gespräch, in der Zwischenzeit sank der Wert der Comcast-Aktie um etwa elf Prozent. Der Konzern kündigte an, die Quartals-Dividende um 40 Prozent auf 9,45 Dollar anzuheben.
Comcast-CEO Brian Roberts sgte: "Dieser Deal ist die ideale Ergänzung unseres Angebots. Nun sind wir in der Lage, eine führende Position in der Entwicklung und Verbreitung von Inhalte auf verschiedenen Medienträgern in den USA."  Comcast verfügt über das größte Kabel-Netzwerk in den USA und zählt nun durch das Joint-Venture mit NBC-Universal zu den Schwergewichten unter den Sendergruppen. 
Die US-Regulierungsbehörde prüft das Geschäft derzeit.

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