PR: Presse unter Druck von Xing & Co.

Die klassischen Medien verlieren in der PR-Branche immer mehr an Bedeutung: Deutlich mehr als die Hälfte aller Agenturen und Pressestellen sieht darin die größte Herausforderung für die nächsten zwei Jahre. Das ist ein Ergebnis der Studie PR-Trendmonitor, die die dpa-Tochter newsaktuell und Faktenkontor durchgeführt haben. Passend dazu plant bereits heute ein Drittel aller Pressestellen die Nutzung von Social Media. Fast 70 Prozent der PR-Mitarbeiter vernetzen sich über Xing.

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53 Prozent der Pressestellen und 56,2 Prozent der PR-Agenturen halten den Bedeutungsschwund der klassischen Medien bei ihrer Arbeit in den kommenden 24 Monaten für den wichtigsten Faktor. Bei der professionellen Vernetzung verlassen sich 69,3 Prozent der PR-Schaffenden auf Xing, immerhin 43 Prozent haben einen Facebook-Account. Mehr als ein Drittel nutzen Twitter.

Grundsätzlich gewinnt das Internet weiter an Bedeutung. Deshalb prüfen 65 Prozent der Pressestellen und PR-Agenturen ihre Präsenz im Datenfluss des Web. Dabei gilt: Je größer das Unternehmen, desto häufiger und regelmäßiger das Webmonitoring.

Insgesamt sehen die PR-Agenturen dem Jahr 2010 zuversichtlich entgegen. Knapp 42 Prozent glauben, dass sich die Honorarumsätze steigern werden. Diesen Optimismus teilen die Pressestellen nicht: hier sind es nur 16 Prozent.

Während die Budgets bei der Hälfte der Unternehmen im kommenden Jahr unverändert bleiben, rechnet fast ein Drittel der Pressestellen mit Kürzungen. Diese betreffen vor allem die großen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.

Für den PR-Trendmonitor haben newsaktuell und Faktenkontor im September und Oktober 1.359 Fach-und Führungskräfte aus der Kommunikationsbranche online befragt. Die Themenschwerpunkte waren Budgets/Honorarumsätze, Erfolgskontrolle, Berufliche Situation, Arbeitszeit und Gehalt, Beste Agenturen und beliebteste Unternehmen, Herausforderungen der PR, Akzeptanz der Kommunikationsarbeit, Social Media und Statistik.

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