Huffington kritisiert Murdoch: ‚Nicht klagen!‘

Ariana Huffington hat Rupert Murdoch direkt angegriffen. Auf der zweitägigen Konferenz der Federal Trade Commission "Wie wird der Journalismus die Internet-Ära überleben?" warf sie dem News Corp.-CEO vor, sich in Beschuldigungen und Beschimpfungen zu ergehen, statt nach Mitteln gegen den Kundenschwund zu suchen. Zuvor hatte Murdoch in seiner Rede wie oft in jüngster Zeit den Diebstahl von News Corp.-Content beklagt und dabei auch Aggregatoren wie das Web-Newsportal Huff Post beschuldigt.

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"Kritiker sagen, die Leute werden nicht zahlen", erklärte Murdoch. "Ich glaube, sie werden." Allerdings nur für qualitativ hochwertige Arbeit und die sei nicht umsonst zu haben. Es gebe aber auch "jene, die unseren Nachrichten-Content für ihre eigenen Zwecke nutzen, ohne einen Penny zu seiner Produktion beizutragen."

Diese massenhafte "Entwendung unserer Storys ist nicht ‚Fair Use’" – obwohl Murdoch es nicht ausdrücklich sagte: Mit "jenen" zielt er ein weiteres Mal auf Google und andere Aggregatoren. Murdoch sprach in diesem Zusammenhang auch von "Content-Kleptomanen".

Statt zu klagen und andere zu beschuldigen, solle Murdoch doch besser handeln und überlegen, was News Corp. gegen den Kundenschwund unternehmen könne, entgegnete die Chefin des News-Portals Huff Post, Arianna Huffington, kurz darauf in ihrer Rede.

"Sie können die Indizierung Ihres Contents durch Google sofort und überall abstellen, indem Sie ‚disallow‘ in Ihrer Robot-Textdatei anklicken." Allerdings verliere man damit unverzüglich einen großen Teil des Traffics.

Eine Lösung des Problems hat Huffington dabei nicht parat: "Gratis-Content ist nicht unproblematisch, aber es gibt ihn nun einmal und die Herausgeber müssen das akzeptieren." Obwohl die Werbeeinnahmen der Huffington Post wachsen, macht das Portal bislang keinen Gewinn.

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