Ärger um „Springer-Science“-Übernahme

Wichtige Aktionäre des britischen B2B- und Fachverlags Informa haben die geplante Übernahme des deutsch-niederländischen Konkurrenten Springer Science+Business Media (SSBM) scharf kritisiert. Fondsmanager Andy Brough, der für 2,7 Prozent der Informa-Aktien spricht, sagte der "Financial Times": "Ich sehe nicht, dass die Führung im Interesse der Aktionäre handelt. Für uns wäre es sinnvoller, sie würden Informa verkaufen, statt irgend etwas dazuzukaufen." Informa und SSBM sind beide hoch verschuldet, könnten bei einer Fusion aber auf Synergien hoffen.

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Sondierungsgespräche zwischen beiden Unternehmen waren Anfang letzter Woche durch eine Mitteilung der Briten bekannt geworden und ließen den Informa-Kurs um 5,5 Prozent fallen.  Mit der Übernahme würde einer der größten wissenschaftlichen Fachverlage der Welt entstehen.
 Die möglichen Vorteile eines fusionierten Konzerns werden zwar gesehen, die Finanzierung ist aber völlig unklar. Die Verbindlichkeiten von Informa liegen knapp unter einer Milliarde Euro, die von SSBM über zwei Milliarden. Die britischen Finanzinvestoren Cinven und Candover, die Springer Science seit 2003 kontrollieren, haben schon mehrfach versucht, das Unternehmen zu verkaufen. Der Preis soll unter 400 Millionen Euro liegen.
Ein anderer, ungenannter Informa-Aktionär sagt nun der "FT": "Diese Firma hat uns schon genug Kummer gemacht. Wir haben genug."

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