Schumi bremst „Spiegel“-Verkäufe

"Was bringen mir ein paar Siege mehr" - dem "Spiegel" zumindest nicht viel. Mit dem Michael-Schumacher-Interview als Titelstory ging das Magazin am Kiosk unter. Nur 313.235 Abnehmer fand das Heft im Einzelverkauf - schlechter liefen seit dem Start der IVW-Heftauflagenmessung im Jahr 1996 nur zwei andere "Spiegel"-Hefte. Auch die Konkurrenz kann nicht zufrieden sein: Der "stern" blieb bei mittelmäßigen 335.192 hängen und der "Focus" rutschte mit 81.601 auf einen neuen Jahres-Minusrekord.

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Nur zweimal war der "Spiegel" also erfolgloser als mit dem Schumi-Heft 43/2009. Ausgabe 19/2009 ("Das Weltvirus") verkaufte sich nur 313.230 mal, den Minusrekord hält die Nummer 51/2007 ("Die Gerechtigkeitslücke – Deutschland zwischen Mindestlohn und Spitzeneinkommen") mit 309.353 Kiosk-Verkäufen. Der aktuelle Schumi-Flop zeigt wohl, dass der "Spiegel" in Zukunft auf "Gala"-eske Titel verzichten sollte. Interviews mit prominenten Ex-Sportlern sind für die potenziellen "Spiegel"-Leser offenbar so interessant, als würde in Maranello ein Sack Spaghetti umfallen.

Ebenfalls miserabel waren die Verkäufe des "Focus" in der Woche 43. Das Wende-Jubiläums-Heft mit der Titelzeile "…und dann fiel die Mauer" landete bei einer Einzelverkaufszahl von 81.601 – wie erwähnt ein neuer Jahresminusrekord. Und noch schlimmer: Nur ein "Focus" lag in der "Focus"-Historie noch schwerer in den Regalen: Ausgabe 51/2008 ("Der Bahnsinn!") mit nur 75.389 abgesetzten Heften.

Vergleichsweise zufrieden kann angesichts dieser Zahlen der "stern" sein: Zwar landete die Titelstory "Was die Seele stark macht" auch nur bei mittelmäßigen 335.192 Einzelverkäufen, damit besiegte er den "Spiegel" aber immerhin relativ klar.

Alle "Spiegel"-, "stern"- und "Focus"-Heftauflagen seit 2006 können Sie jederzeit in unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

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