N24: Betriebsrat gegen „Heuschrecken“

Der Ton in der Diskussion um die Zukunft des Infosenders N24 wird schärfer. In einer Mitteilung an die Beschäftigten des Senders reagierte der Betriebsrat auf die Mitarbeiterversammlung, in der ProSiebenSat.1-Chef Ebeling am Mittwoch seine Sicht der Dinge schilderte. Laut Betriebsrat müssten nun "die Kolleginnen und Kollegen bluten, die jahrelang einen hervorragenden Job gemacht haben, und zwar für die Entscheidungen von Heuschrecken und Management." MEEDIA dokumentiert den Brief des Betriebsrates in voller Länge.

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"Liebe Kolleginnen und Kollegen, 
Mit ungewohnt klaren Worten hat unser Vorstandsvorsitzender Thomas Ebeling die grundsätzliche Position beschrieben, aus der heraus z. Z. in Vorstand und Aufsichtsrat über die Zukunft für N24 gesprochen wird.
Diese Aussage lässt nichts Gutes hoffen.
Mit Nachrichten lässt sich schwer Geld verdienen. Das gilt natürlich auch für N24 und war den Verantwortlichen bereits bei der Gründung bewusst. 
Jetzt sollen die Kolleginnen und Kollegen bluten, die jahrelang einen hervorragenden Job gemacht haben, und zwar für die Entscheidungen von Heuschrecken und  Management:
250 Millionen Euro Zinsen im Jahr für den erzwungenen Kauf von SBS
eine Serie millionenschwerer Flops bei Sat.1 (Pocher, Kerner, etc.)
jetzt die Konjunkturkrise
Einziger kleiner Lichtblick war die Aussage unseres CEO Herrn Ebeling , dass, sollte es zu personellen Maßnahmen kommen, die für Maz&More getroffenen Regelungen
(BV Sozialplan und BV Outplacement) auch für N24 Anwendung finden.
Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die Qualität unserer Arbeit und die Arbeitsplätze bei N24 zu erhalten.
Über die Entwicklung und weitere Schritte werden wir Euch umgehend informieren.
Nur gemeinsam sind wir stark!
Euer Betriebsrat"
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