Facebook: Börsengang kaum vor Mitte 2010

Die Gerüchte sind nicht neu, doch jetzt erhalten sie neue Nahrung: Facebook könnte vielleicht schon im nächsten Jahr den Gang an die Börse wagen. Befeuert werden die Spekulationen durch den sprunghaften Anstieg von Mitarbeiteraktien, die am Sekundärmarkt gehandelt werden. Seit Juli haben sich sie Anteile des sozialen Netzwerks, das inzwischen die 300 Millionen Nutzer-Schallmauer passiert hat, um mehr als 40 Prozent verteuert und den virtuellen Börsenwert damit wieder auf 9,5 Milliarden steigen lassen.

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Die Gerüchte sind nicht neu, doch jetzt erhalten sie neue Nahrung: Facebook könnte vielleicht schon im nächsten Jahr den Gang an die Börse wagen.  Befeuert werden die Spekulationen durch den sprunghaften Anstieg von Mitarbeiteraktien, die am Sekundärmarkt gehandelt werden. Seit Juli haben sich sie Anteile des sozialen Netzwerks,  das inzwischen die 300 Millionen Nutzer-Schallmauer passiert hat, um mehr als 40 Prozent verteuert und den virtuellen Börsenwert damit wieder auf 9,5 Milliarden steigen lassen.
      
Weiter Aufwind für das weltgrößte Social Network: Wie der Wirtschaftsinformationsdienst Bloomberg berichtet, steigt das Interesse an Mitarbeiteraktien des US-Internetunternehmens, das sich in privater Hand befindet, weiter an. Die Kurszuwächse an den Sekundärmarkten SecondMarket und SharesPost sprächen demnach eine klare Sprache: Nach Kursen von 14,77 Dollar im Juli werden inzwischen 21 Dollar die Facebook-Anteilsschein bewilligt.

Damit würde sich das mit 300 Millionen Usern bei weitem größte soziale Netzwerk  wieder jener vermeintlichen Mondbewertung von 15 Milliarden Dollar annähern, die vor zwei Jahren im Zuge eines 1,6-Prozent-Investments von Microsoft erreicht worden war. Immerhin wieder 9,5 Milliarden Dollar wäre Facebook zu den jüngsten Kursen wert, nachdem im Sommer noch Bewertungen von 6,7 Milliarden Dollar und im Frühjahr gar nur von 3,5 Milliarden Dollar die Runde machten.

Gewagte These: Börsengang steht "offenbar kurz bevor"

Entsprechend sehen Marktexperten die Chancen für den Exitkanal Börse steigen: "Ich schätze, dass die Leute aus der Tatsache, dass der Preis zuletzt stark angestiegen ist, ableiten, dass der Börsengang eher früher als später komme", glaubt etwa Paul Bard, Analyst bei IPO-Spezialisten Renaissance Capital LLC

Davon jedoch wie ein deutsches Blog abzuleiten, der Börsengang stehe "offenbar kurz bevor", ist zumindest ziemlich gewagt. In diesem Jahr – oder wie bald man "kurz" deuten mag –, findet das Facebook-IPO sicher nicht mehr statt; und auch die Anzeichen für eine Neuemission im ersten Halbjahr 2010 sind noch nicht erkennbar.

Angebot zum Verkauf von Mitarbeiteraktien Kontraindikator

Tatsächlich ist der Anstieg der Facebook-Aktien weitaus weniger spektakulär, als er zunächst nach außen erscheinen mag: Mit einem Anstieg von 42 Prozent haben sich die Facebook-Mitarbeiteraktien am Zweitmartkt relativ synchron zum Aufschwung an der Technologiebörse Nasdaq verhalten. Schwergewichte wie Apple oder Google haben sich seit dem Sommer in ähnlichen Dimensionen verteuert.

Vor allem jedoch ist die Nachfrage nach Facebook-Papieren zu dünn, um schon zuverlässige Emissionskennziffern herauslesen zu können. In den letzten zwei Monaten wurden über SecondMarket gerade mal ein Dutzend Transaktion durchgeführt. Auf SharesPost liegt der letzte Handel sogar schon fast vier Monate zurück, als seinerzeit lediglich Kurse um 12 Dollar zustande kamen – und gerade mal 15.000 Aktien den Besitzer wechselten.

Lisa Buyer von der IPO-Beratungsfirma relativiert gegenüber Bloomberg dann auch die Aufregung: "Die Tatsache, dass Facebook seinen Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, auf diesem Weg liquide Mittel einzustreichen" – also: außerbörslich Aktien zu veräußern –, "legt den Schluss nahe, dass der Börsengang nicht so bald vor der Tür steht."  

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