Datenschützer gegen Google Analytics

Datenschützer in Bund und Ländern formieren sich gegen den Einsatz von Google Analytics durch deutsche Website-Betreiber. Das berichtet Zeit Online. Googles Analyse-Tool verstößt nach Ansicht mancher Juristen gegen geltendes Recht, wenn die Nutzer nicht ausdrücklich zugestimmt haben. Die Datenschützer fürchten, dass Google Profile von Millionen Internetsurfern erstellen könnte, die vieles über deren Interessen, Konsumverhalten und sexueller Präferenzen verraten.

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Anja Maria Gardain, Sprecherin der Berliner Datenschutzbehörde, sagte "Zeit online", dass in der Hauptstadt mangels Kapazität lediglich anlassbezogen geprüft werden könne. Es sei bislang noch nicht entschieden, ob erst gewarnt oder gleich "scharf geschossen" werde. Neben der Hauptstadt-Behörde beschäftigten sich auch das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig Holstein (ULD), der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sowie seine Kollegen aus Hamburg und Bayern mit dem Fall. Allerdings ist noch unklar, wie welche Behörde gegen das Google-Angebot vorgehen will.Nach Informationen von Zeit Online will der Düsseldorfer Kreis, eine informelle Vereinigung von Datenschutz-Aufsichtsbehörden bei seiner Sitzung am Ende der Woche einen Forderungskatalog vorlegen, den Websitebetreiber für den legalen Einsatz von Analysewerkzeugen erfüllen müssen."Analytics" wird angeblich von knapp 1,8 Millionen Seiten (ca. 13 Prozent der deutschen Domains) eingesetzt und kann in erheblichem Umfang Nutzerdaten sammeln und auswerten.Webmastern, die ohne Einwilligung ihrer Nutzer Analyse-Tools wie Google Analytics  verwenden, könnte sogar ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro drohen. Zu diesem Schluss kommt eine kleine juristische Untersuchung des Rechtsanwalts Carsten Ulbricht. Er beruft sich auf Paragraf 16, Absatz 3 des Telemediengesetzes.

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