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ARD-Kritiker erhält keine Entschädigung

Der frühere Fernsehspielchef des Saarländischen Rundfunks, Martin Buchhorn, erhält nach einem Urteil des Saarbrücker Landgerichts keine Entschädigung von der ARD wegen "fortwährender Persönlichkeitsrechtsverletzungen". Buchhorn, der seit 2004 pensioniert ist, hatte sich als scharfer Kritiker von Schleichwerbe-Vorfällen bei den Öffentlich-Rechtlichen profiliert und sah sich im Gegenzug kaltgestellt und verunglimpft.

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Wie das Gericht der Agentur epd mitteilte, sei die geforderte Geldentschädigung in Höhe von 21.000 Euro nicht zu begründen. Die beanstandeten Vorfälle hätten nicht die Grundlage seiner Persönlichkeit beeinträchtigt, sondern es habe sich um einen Angriff auf seine berufliche Sphäre gehandelt.
Buchhorns Anwalt Stephan Ory hatte die Klage damit begründet, er werde "innerhalb der ARD so behandelt, als treffe die Behauptung zu, er sei ‚wegen branchenweit bekannter Unzuverlässigkeit‘ vorzeitig von seinem Vertrag entbunden worden."
 Die "Süddeutsche", die Buchhorn – wie viele andere Medien – mehrfach zu diversen ARD-Skandalen befragt hatte, erinnert anlässlich des Urteils an ein Interview von 2008, in dem die frühere Führungskraft sagte, bei der ARD habe es "ein Schleichwerbe-System gegeben, von dem alle gewusst hätten". Buchhorn hatte sich unter anderem als Zeuge im Prozess gegen Jürgen Emig angeboten, weil er die Aussagen von ARD-Vertretern zum Thema Schleichwerbung "heuchlerisch" fand.

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