Yvonne Bauer ist die neue Verlegerin

Heinz Bauer hat seine Nachfolge im Verlag nun offenbar endgültig geregelt. Seine Tochter Yvonne, die als einzige der vier Töchter bisher in die Konzernleitung aufgerückt ist, wird nun auch maßgeblich unternehmerisch beteiligt. Im Zuge dessen wird die gesamte Bauer Media Group neu strukturiert und auf Yvonne Bauer ausgerichtet. So werden die Yvonne Bauer Redaktions KG und die Yvonne Bauer Service KG gegründet, für die sie auch persönlich haftet. Ihre Schwestern bleiben ebenfalls beteiligt.

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In welchem Umfang die Firmenanteile unter den Schwestern aufgeteilt sind, darüber schweigt die Familie Bauer. Allerdings hält Yvonne Bauer an den KGs, die ihren Namen tragen, die Mehrheit. Mit dem nun erfolgten Schritt ist klar, dass Yvonne Bauer in die Fußstapfen ihres Vaters tritt und künftig die unumstrittene Nummer eins im Verlag ist. Dies gilt offiziell zum 1. Januar 2010. Unter der Yvonne Bauer Redaktions KG wird es die Bauer Women GmbH und die Bauer Premium GmbH geben. Die Women GmbH ist künftig für die Frauenzeitschriften zuständig, die Premium GmbH für die Yellows.

Hinzu kommen die Bauer Service Compact GmbH und die Bauer Copy Desk GmbH. Diese beiden Unterfirmen sollen Serviceaufgaben für die Redaktionen übernehmen, auch für andere Redaktionen außer den Frauenblättern und den Yellows. Das Ressort Film/Sparte der "TV Movie" wird in eine Bauer Film & Service GmbH ausgelagert, die ihre Dienste künftig auch anderen Bauer-Magazinen anbieten soll. An den Standorten Hamburg, Köln und München werden noch weitere GmbHs gegründet.

Die neue Yvonne Bauer Service KG übernimmt die Aufgaben der bisherigen Heinrich Bauer Dienstleistungsgesellschaft. Dazu gehört auch die Business Communication GmbH, die ein Callcenter in Magdeburg betreibt. Die neuen GmbHs sollen in der Regel von den bisherigen Verlagsgeschäftsführern, Bereichs- und Objektleitern geführt werden. Die übergeordneten Einheiten Yvonne Bauer Redaktions KG und Yvonne Bauer Service KG werden von Yvonne Bauer selbst, Eckart Bollmann und Andreas Schoo geführt.

Der Verlag betont, dass bei dem Übergang alle vertraglichen Bedingungen der Mitarbeiter unverändert bleiben. "Gehälter, Betriebszugehörigkeiten, Arbeitszeiten, Betriebsvereinbarungen sowie alle weiteren Rahmenbedingungen gelten bei den neuen Gesellschaften unverändert weiter", heißt es in der Verlagsmitteilung. Für die Mitarbeiter entstünden durch den Unternehmenswechsel keine Nachteile. Allerdings werden sich wohl mittel- und langfristig mit der neuen Struktur viele neue Möglichkeiten für Synergien eröffnen. Die deutsche Medienbranche hat mit Yvonne Bauer jetzt jedenfalls eine neue Verlegerin hinzugewonnen.

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