„taz“-Vorstand lässt Penis-Plastik abbauen

Endlich ging den Genossen diese Geschichte auf den Sack: Eine Woche lang gehörte die Diskussion um die Penis-Plastik am "taz"-Haus zu den bestimmenden Medienthemen. Jetzt verrät eine im Kai Diekmann-Blog veröffentlichte Erklärung des "taz"-Vorstands, dass das Kunstwerk wieder abgebaut werden soll. In ihr heißt es: "Es scheint uns nicht die primäre Aufgabe der 'taz' zu sein, sich mit der Person Kai Diekmann auseinander zu setzen. Mit der 'Bild' werden wir uns beschäftigen, wenn nötig – aber inhaltlich".

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In der "Pimmel über Berlin"-Sache führte der "Bild"-Chefredakteur die "tageszeitung" via Weblog mächtig vor. Mit der neuen Erklärung ruft der Vorstand die Zeitungsgenossen zur Raison. In dem Schreiben heißt es: "Der Vorstand hat beschlossen, dass die Fassadengestaltung von Peter Lenk wieder abgebaut wird. Dies soll bis spätestens zum 4. Januar 2010 geschehen. Wir wissen es zu schätzen, dass der ‚taz‘ eine Fassadengestaltung geschenkt wurde." Dann folgt der Satz, in dem die Vorstände eindeutig zu verstehen geben, dass sich die Redakteure wieder auf ihre tägliche Arbeit konzentrieren sollen und nicht auf den kindischen Streit mit Kai Diekmann.
Am heutige Morgen erreichte der Disput einen neuerlichen Höhepunkt, als vor dem "taz"-Verlagshaus eine gefälschte Ausgabe der Tageszeitung verteilt wurde. Der Fake machte mit der Zeile auf "Wir sind Schwanz". Weiter hieß es: "Die Redaktion verlangt: Der Pimmel über Berlin muss bleiben!". Hinter der Aktion soll der "’taz‘-Arbeitskreis Kunst am Bau" stecken.
In seinem Blog nimmt Diekmann schon einmal wehmütig Abschied von der Lenk-Plastik und der damit verbundenen Aufregung: "Ich muss sagen, dass mich dies ein wenig traurig stimmt. Ich freute mich schon, dass die in letzter Zeit eher lustverklemmten Genossen sich nun endlich auch öffentlich zu ihrer Fleischlichkeit bekennen."

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