DJV fordert fünf Tage bezahlte Weiterbildung

Am Montag findet in Hamburg die nächste Verhandlungsrunde statt: Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und der Verband Deutscher Zeitschriften (VDZ) streiten über den neuen Manteltarifvertrag. Trotz der anhaltenden Konjunkturkrise und der angespannten Ertragslage bei den Medienhäusern hat der DJV weitreichende Forderungen gestellt: Die Gewerkschaft will einen Anspruch auf bezahlte Qualifizierung für Redakteure durchsetzen. Mindestens fünf Arbeitstage im Jahr sollen dafür vorgesehen werden.

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Zudem mahnte der DJV, auch Onlinejournalisten in den neuen Manteltarifvertrag aufzunehmen. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring versicherte in einer offiziellen Stellungsnahme, dass der DJV einer dauerhaften Absenkung des Manteltarifs nicht zustimmen werde: „Die Zeitschriftenverleger wollen die derzeitige Krise ausnutzen, um die Redakteure zu Lohnschreibern zu degradieren. Damit würden sie nicht nur unseren Kolleginnen und Kollegen schaden, sondern auch ihren eigenen Blättern. Denn Qualitätsjournalismus hat seinen Preis."

Der VDZ hatte den zuvor geltenden Manteltarif zum Ende des Jahres 2010 gekündigt. Für den neuen Tarifvertrag fordern die Verleger neue Regelungen unter anderem für das zusätzliche Urlaubsgeld, die Kündigungsfristen und die Arbeitszeit der Zeitschriftenredakteure.

Dennoch will der DJV in der am Montag in Hamburg stattfindenden zweiten Verhandlungsrunde auch einlenken, beispielsweise bei der Einführung von Arbeitszeitkonten oder der Verlängerung des Tarifvertrags zur Beschäftigungssicherung.

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