Gruner + Jahr vor Rückzug aus Russland?

Der Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr will sich offenbar aus Russland zurückziehen. Dies berichtet "W&V" am Mittwoch. Angeblich werde mit Axel Springer über einen Verkauf des russischen Titel-Portfolios verhandelt. Sprecher beider Verlage bestätigten die Meldung nicht. Allerdings war seit längerem darüber spekuliert worden, dass G+J sich von dem als schwierig geltenden Markt zurückziehen könnte, um im Rahmen der Sanierung eine Straffung des internationalen Geschäfts vorzunehmen.

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In Russland gibt Gruner + Jahr wie "W&V" weiter berichtet, u. a.die Magazine "Geo", "Geolenok", "Geo Traveller" und "Gala Biography" heraus. Axel Springer verlegt in Russland das Wirtschaftsmagazin "Forbes" sowie "Newsweek" und eine russische Variante der "Computer Bild".
G+J-Auslandsvorstand Torsten Jörn-Klein hatte in den vergangenen Monaten im Rahmen des Einsparungsprogramms von 200 Millionen Euro im laufenden Jahr in Spanien und Frankreich Sparmaßnahmen verfügt. So wird in der von der Stuttgarter Motorpresse geführten iberischen Dependance jede dritte Stelle abgebaut. In Russland hatte G+J bereits 2008 die dort verlustreiche "Gala" vom Markt genommen.
Auch MEEDIA hatte Anfang der Woche Hinweise darauf erhalten, dass Gruner einen Käufer für das Russland-Geschäft sucht. Mehrere Medien spekulierten in diese Richtung und beriefen sich auf zuverlässige Quellen. Laut diesen Berichten bestritte Regina von Flemming, General Director Axel Springer Russia, entsprechende Verhandlungen. Andere Medien schrieben von Gesprächen zwischen Burda und G+J-Managern  über einen Titel-Verkauf.

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