Datenleck bei T-Mobile in Großbritannien

Die Serie an Datenskandalen und Datenpannen bei der Deutschen Telekom reißt nicht ab. Jetzt kam heraus, dass von der britischen Mobilfunktochter T-Mobile tausende Kundendaten illegal an dubiose Zwischenhändler verkauft wurden. Zuvor war bekannt geworden, dass Vertriebspartner der Telekom deutsche Kundendaten illegal an Callcenter aus dem Ausland weitergeben haben und 17 Millionen Handydaten der Telekom geklaut wurden.

Anzeige

Bei den gestohlenen oder illegal verkauften Kundendaten geht es stets darum, dass Kunden mit auslaufenden Verträgen, neue Abschlüsse aufgeschwatzt werden sollen. Solche der Telekom oder solche der Konkurrenz. Im Falle der Datenpanne in Großbritannien scheint es darum zu gehen, dass die Callcenter den Kunden Konkurrenz-Verträge zu T-Mobile anbieten wollten. Immerhin hat die Telekom die neuerliche Datenpanne selbst öffentlich gemacht. Als klar geworden sei, dass Kundendaten an Dritte weitergegeben wurde, habe die Telekom die britische Telekommunikationsbehörde ICO informiert.

Diesmal haben offenbar Angestellte von T-Mobile die Datensätze verkauft. Im jüngsten deutschen Skandal waren es Telekom-Partnerfirmen, die die Kundendaten an Callcenter verscherbelt haben. Die Telekom selbst kann für diese kriminellen Machenschaften nichts, das Problem dass Kundendaten gehandelt werden wie auf einem Basar, bleibt aber bestehen.

In Großbritannien wurde jetzt gefordert, die Strafen für Datenmissbrauch zu erhöhen. Derzeit wird für Datenmissbrauch auf der Insel ein Bußgeld von 5.600 Euro fällig. Ein Witz im Vergleich zu dem, was die sensiblen Kundendaten für die Callcenter wert sind.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige