Christmann-Fall: Ermittlungen eingestellt

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München gegen den ehemaligen Sales-Vorstand der TV-Gruppe ProSiebenSat.1, Peter Christmann, stehen offenbar vor dem Ende. Nach Informationen des "Kontakter" wird das Verfahren nach rund zwei Jahren ohne Auflagen eingestellt. Gegen Christmann, der Mitte 2008 bei der Fernsehgruppe ausgeschieden war, war wegen Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr ermittelt worden.

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Das Verfahren wurde aufgenommen, weil das Bundeskartellamt Unterlagen an die Staatsanwaltschaften in München und Köln weitergeleitet hatte, die im Juni 2007 bei Durchsuchungen beschlagnahmt worden waren. Die Bonner Behörde ermittelte wegen der Rabatt- und Vergütungspraxis zwischen Medien, Media-Agenturen und der werbungtreibenden Wirtschaft. Insgesamt wurden gegen fast 30 Manager aus den Reihen des Vermarkters Seven-One Media, der zur ProSieben Sat.1-Gruppe gehört, sowie gegen Mitarbeiter von Media-Agenturen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt derzeit noch gegen den Chef des RTL-Werbezeitenvermarkters IP Deutschland. Die Staatsanwaltschaft München wollte sich laut "Kontakter" nicht direkt zu dem Verfahren äußern. "Soweit Verfahren eingestellt oder durch Strafbefehle erledigt werden, können wir nur im Einverständnis mit den Betroffenen dann Auskünfte erteilen." Peter Christmann äußerte sich nicht.

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