Anzeige

Berühmteste Sex-Bloggerin der Welt enttarnt

Sie war das It-Girl der Web-Workerszene: Was Sex and the City für weibliche Büroangestellte, war 2003/04 das Blog "Belle de Jour: Diary of a London Call Girl" für Mitarbeiter von Online-Redaktionen und Multimedia-Agenturen. Sechs Jahre lang rätselten Journalisten, Anhänger und Feinde: Wer steckt hinter der Edel-Prostituierten, die ihre Erlebnisse im zeitweise meistgelesenen Blog der Welt verarbeitete. Jetzt ist es raus: Das Ex-Call Girl heißt Dr. Brooke Magnanti und arbeitet als Krebsforscherin in Bristol.

Anzeige

Magnati offenbarte sich am Wochenende der "Sunday Times". Damit konnte sie einem Outing der "Daily Mail" zuvorzukommen. Gegen Ende der Woche hatte die 34-Jährige Expertin für Kinderkrebs gehört, dass das Boulevard-Blatt plante ihre Identität zu enthüllen. Zusätzlich zeigte sich Magnant erleichtert, dass endlich nicht mehr dieses "massive Geheimnis" über ihr hänge.
Die 34-Jährige arbeitete tatsächlich als Prostituierte, um ihr Medizinstudium zu finanzieren. Wahrscheinlich hätte sie sich jedoch genauso gut als Autorin durchschlagen können. Denn ihre Aufzeichnungen zeugen von einer großen Meisterschaft. Sie waren witzig, erotisch und schafften es sogar, dass die Freier nicht als Monster dastanden. Innerhalb kurzer Zeit erschrieb sich Magnant eine internationale Fangemeinde.
In der Sunday Times offenbart sie, dass wohl mit weit über hundert Männern gegen Bezahlung geschlafen hat (with "somewhere between dozens and hundreds"). Sie berechnete 300 Pfund pro Stunde, von denen sie 200 Pfund behalten durfte.
Ihren Call Girl-Job gab Magnant nach 14 Monaten wieder auf, als sie Ende 2004 einen gut dotierten Buchvertrag unterschrieb. Die legendären "Diary of a London Call Girl" war die Vorlage für einen Bestseller und einen TV-Film. Zusätzlich zu den bisherigen Veröffentlichungen plant Magnant noch einen Roman. Als Veröffentlichungsdatum ist allerdings erst das Jahr 2012 anvisiert.
Mit der Enthüllung ihrer wahren Identität tritt Magnant wieder in das internationale Web-Rampenlicht. Die mediale Resonanz ist so groß, dass sie sich erst einmal gezwungen sah ihrem alten Blog eine Hinweis posten musste, in dem sie darum bat, sie nicht an ihrem klinisch Arbeitsplatz in Bristol zu belästigen. Der kurze Text endet mit einem kuriosen Hinweis. Magnat sieht sich gezwungen darauf hinzuweisen, dass sie jeden ihrer Call Girl-Einsatz ordnungsgemäß versteuert habe.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige