„Bild“ spart auch in NRW Stellen ein

Auch an Rhein und Ruhr streicht die "Bild" ihre Regional-Redaktionen zusammen: Am Donnerstag wurde bekannt, dass in den Lokalbüros Chemnitz, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Rostock und Berlin rund 30 Arbeitsplätze ("SZ") wegfallen sollen. Jetzt sickert durch: In den Regional-Ausgaben für Süd- und Ost-Westfalen, sowie Aachen und Münster wird auch die neue Regionalseiten-Regel gelten. Heißt: Auch in diesen Büros wird gespart. Zudem kritisiert der DJV-Chef Michael Konken scharf das neue "Bild"-Regionalkonzept.

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Nach Informationen des Blogs Medienmoral-nrw.de sollen den NRW-Einsparungen mindestens vier Redakteure betroffen sein.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass einen Tag nach der Springer-Erfolgsmeldung über das dritte Quartal 2009 von Entlassungen in BILD-Redaktionen die Rede ist“, sagt Konken.
Der Springer-Verlag argumentiert, dass die Umbaumaßnahmen sicherstellen würden, dass auf den regionalen Seiten nur noch bundesrelevante Nachrichten erscheinen. "Mit dem Umbau will ‚Bild‘ die Qualität der regionalen Berichterstattung erhöhen und ihr zu mehr bundesweiter Relevanz verhelfen", sagte Fröhlich zu kress.de. Ziel sei es, die Qualität zu erhöhen und dabei gleichzeitig die Kosten zu senken. Ob sich jede Regional-Redaktion auch künftig noch einen eigenen Redaktionsleiter leisten könne, werde sich in den Verhandlungen ergeben. 

Die geplanten Einsparungen in NRW betreffen möglicherweise keine Redakteursstellen, sondern könnten auch durch eine Zusammenlegung von Fotoredaktionen zustande kommen. 
„Die geplanten Veränderungen würden auf weniger Regionalberichterstattung bei ‚Bild‘ und weniger Meinungsvielfalt auf regionaler Ebene hinauslaufen“, sagte Konken.

Die betroffene Regionalausgabe aus Köln/Bonn verzeichnete ein Auflagen-Minus von 2,12 Prozent. Die Münsterlandausgabe kommt auf einen winzigen Verlust von 0,25 Prozent, wohingegen die "BILD" aus der Region Ruhr-West mit einem Minus von 1,76 Prozent zu kämpfen hat. Bundesweit kommt die "Bild" auf einen Gesamtverkauf von 3.328.990 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von einem Prozent.

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